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Die verlassene Bibliothek - Ein Escape-Spiel

DieverlasseneBibliothekIhr wolltet eigentlich nur kurz in den Büchern stöbern. Doch plötzlich sitzt ihr fest und die Tür nach draußen ist verschlossen. Um sie zu öffnen, müsst ihr verschiedene Rätsel lösen. Lasst gemeinsam eure Köpfe rauchen und findet den Weg aus der verlassenen Bibliothek.
 
Ein Escape Spiel, dass eigentlich nur ein halbes ist
Escape Room-Spiele haben in den vergangenen Jahren Hochkonjunktur erlebt. Neben den „echten“ Escape Räumen, die es mittlerweile in zahlreichen Städten weltweit gibt, wurden auch daheim und unterwegs viele Abenteuer für „Escaper“ umgesetzt. Sei es der „Vater aller Exit-Spiele“, die „Exit“-Serie von Kosmos, seien es die „Escape The Room“-Titel uvm. Das Entkommen aus Räumen binnen einer vorgegebenen Zeit durch das Lösen mannigfaltiger Rätsel ist und bleibt für Ratefüchse einfach ein tolles Gruppenerlebnis. Dieses möchte euch der Moses-Verlag mit „Die verlassene Bibliothek – Ein Escape Spiel“ nun ebenfalls bieten. Das Kartenspiel ist für 1-4 Spieler ab 12 Jahren gedacht und nimmt in etwa eine Stunde bis 75min in Anspruch. 
 
Vom Umfang her ist es deutlich schmaler, als beispielsweise die „Exit“-Titel, die häufig mehr als 50 reine Spielkarten Karten umfassen. Hier sind gerade einmal 18 Aufgaben-Karten samt Hinweisen in der Schachtel zu finden. Dazu kommen noch 2 Exit-Karten und 2 Deckblätter sowie 46 Tippkarten und 2 weitere Deckblätter. Die Karten bieten mathematische Rätsel, Zahlen, Gleichungen sowie Formeln. Hier stehen also rein mathematische Rätsel im Vordergrund. Die Rätselkarten setzen sich zu insgesamt 18 Rätseln bzw. Zahlenschlössern zusammen, die es dann zu knacken gilt, um den Raum / die Bibliothek verlassen zu können. Solltet ihr einmal nicht weiterkommen, könnt ihr die Tipps zu Rate ziehen. Diese helfen euch mehr oder weniger schnell weiter. Die Aufgaben ergeben also die Rätsel und die Lösungen den Code, um das Schloss auf der Aufgabenkarte zu lösen. So arbeitet ihr euch weiter vor. Das Spiel endet nach Ablauf der Zeit bzw. dem Knacken des letzten Schlosses. In welcher Reihenfolge ihr dabei vorgeht, bleibt euch selbst überlassen. Die Lösungen befinden sich zur Überprüfung auf der anderen Seite der Karte. 
 
Wie bereits erwähnt, ist „Die verlassene Bibliothek“ ein rein mathematisches Escape-Spiel. Solltet ihr also mit Mathematik nichts anfangen können oder euch schon immer mit mathematischen Rätseln schwergetan haben, werdet ihr an dem Spiel keine Freude finden. Auch wenn einige Rätsel recht einfach sind, andere hingegen echte Knobelaufgaben und Kopfnüsse bieten, werden diejenigen, die eine Abneigung gegenüber mathematischen Aufgaben haben, nicht glücklich werden. Das Schöne ist (für Mathe-Fans), dass hier auch verschiedene Teams gleichzeitig spielen können, da die Reihe der Rätsel nicht festgelegt ist und jüngere von älteren Mitspielern profitieren und möglicherweise sogar noch etwas lernen können. 
 
Weniger gefallen hat uns hingegen, dass die Entwickler dem Spiel keine Geschichte spendiert haben. So bleibt es lediglich beim Abklappern der einzelnen Aufgaben, was dem Ganzen viel Atmosphäre nimmt und auch eine Menge Potential verschenkt. Auch bietet das Spiel (wie allerdings nahezu sämtliche Escape Room-Spiele ebenfalls) keinen Wiederspielwert. Habt ihr die 18 Rätsel einmal gelöst, ist es vorbei. Dann könnt ihr das Spiel aber immerhin noch verschenken. 
 
Fazit: Wer mit Mathematik etwas anfangen kann, der wird hier seine Freude finden. Wer jedoch schon immer eine Abneigung gegen mathematische Rätsel und 7Aufgabenstellungen hatte, lässt die Finger von „Die verlassene Bibliothek“. Die Aufgaben / Rätsel sind vielseitig und bieten einen tollen Mehrwert. Auch in Teams macht das Spiel durchweg Freude, da ihr die Reihenfolge selbst bestimmen und so in Gruppen raten könnt. Schade ist jedoch, dass es keine Story gibt, die noch mehr motivieren könnte und die Atmosphäre verdichten würde. Bei der Kaufempfehlung kommt es also ganz klar auf die Perspektive an.
Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich beim Moses-Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
 
L. Zimmermann
 

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