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NBA 2K21 | Kurzreview (PS4)

NBA2K21Unser Test zum letztjährigen NBA 2K20 war vernichtend. Natürlich war es wie jedes Jahr zum großen Teil eine Augenweide. Auch der Sound in den Arenen war fein und man hat sich theoretisch in den Bann des runden Balles hineinfallen lassen können. Größter Hauptkritikpunkt war das Casino-Spiel, die sich gewissermaßen durch das gesamte Spiel, vornehmlich aber durch den My-Team-Modus zog und trotz heftiger Kritik seitens der Community nicht dafür gesorgt wurde, hier nachzubessern. Kann der neue Ableger hieraus lernen?

Als Alleinverfechter des virtuellen Basketballs steckt man als Publisher wohl in der Zwickmühle. Entweder Ich optimiere das Pay-To-Win-Prinzip oder… Nein, kein oder. Nach ein paar schnellen Spielen mit dem wirklich hervorragend gelungenen Wurfsystem, welches entweder per Tastendruck oder per Stick genutzt werden kann, wollte Ich dann auch wie jedes Jahr die Karriere spielen. Und plötzlich musste ich mich anmelden. Sowohl im PSN ALS AUCH mit einem 2K-Account. Nun gut, meinetwegen, so wird ja der eigene Fortschritt immerhin online gespeichert. Aber hier steckt der Teufel im Detail: Es geht hier weniger darum, den Speicherstand zu speichern, sondern die unterschiedlichen Modi miteinander zu verbinden. Und hier kommt direkt der Hass aller Free-To-Play-Spieler durch: VC (also die „Bezahl“-Währung der 2K-Reihen). Da vergeht der Spaß schon, bevor es überhaupt losgeht. Hat man sich also mühsam angemeldet, zeigt der Server an, dass er sich nicht verbinden kann. Keine Verbindung – keine Karriere (Stand 21.09.2020); da andere PSN-Spiele online funktionieren, liegt es wohl bei 2K; ich habe die Karriere knapp 2 Stunden bei einem Bekannten spielen können.

Ich verweise nochmal auf meine Rechnung des „gezwungenen“ Geldausgebens aus dem letzten Jahr: Wenn man ein Grundgehalt von 1000 VC (und das ist schon ein absolutes Sahnespiel!) zugrunde legt, braucht man für einen maximalen Charakter (unabhängig der Position) von knapp 300.000 VC. Die kann man natürlich für mehr als das Doppelte des Preises für das Hauptspiel kaufen oder man spielt; und zwar MINDESTENS 3 Saisons inklusive Finals und All-Star-Game. Ja, man bekommt neue Verträge und auch das Gehalt steigt somit, trotzdem ist gerade das erste Jahr unfassbar frustrierend, denn die KI wurde (bewusst? – Ein Schelm, wer dabei böses denkt ;)) deutlich hochgebohrt. Ich habe nach 2 Stunden Karriere keine Lust mehr. Immerhin: Im My-Team-Modus soll es kein Casino mehr geben, aber die Packs wurden teurer gemacht.

5Fazit: Es muss bei den Next-Gen-Konsolen PS5 und XBSX ein Kontrahent gegen 2K antreten, sonst sehe Ich für die Weiterentwicklung des Genre schwarz. Ja, Gameplay, Grafik und Sound sind toll, aber es tut sich nichts. Somit: Besitzer des Vorgängers brauchen kein Update, Neulinge können auch beim mittlerweile für 5 Euro erhältlichen Vorgänger zuschlagen.

 

Die inn-joy Redaktion vergibt 5 von 10 Punkten.

 

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei 2K Games für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

 

F. Erkmann

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