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WWE 2K Battlegrounds | Review (PS4)

WWE2KBattlegrounds20 Jahre lang hat die weltgrößte Wrestling-Liga, die WWE, ihr Videospielreihe in Kooperation mit THQ und ab 2013 2k als Publisher und Yuke’s als Entwickler sowie später in Kooperation mit Visual Concepts auf den Markt gebracht. Waren die Titel in den ersten Jahren durchaus noch unterhaltsam und konnten für Furore sorgen, so ging es mit der Reihe in den letzten Jahren stetig bergab. Ihren Tiefpunkt erreichte die Serie mit der letzten Ausgabe, die dem alljährlichen Update der Sportreihe das vorläufige Aus brachte. Nun beschreitet 2K Games – gemeinsam mit Saber Interactive als Entwickler - einen neuen Weg und veröffentlich zum allerersten Mal nach 20 Jahren kein WWE 2K, sondern „WWE 2K Battlegrounds“. Inhaltlich bewegt man sich dabei vom möglichst realistischen WWE-Event weg, hin zu einem Arcade-Titel, bei dem abgedrehte Finisher, verrückte Einlagen und jede Menge anderer Blödsinn im Vordergrund stehen. Wir haben uns den Neuling einmal anhand der PS4-Fassung genauer angeschaut und berichten euch von unseren Erfahrungen mit dem Spiel.
 
Neue Reihe oder Überbrückungsangebot?
Dass 2K mit „WWE 2K Battlegrounds“ eine komplett neue Richtung einschlägt, ist überraschend, gingen viele Fans doch bis zuletzt davon aus, dass man aus dem Desaster des letzten Jahres gelernt hat und sämtliche Pläne zunächst einmal auf Eis legen würde. Doch stattdessen hat man seinen Fokus vom klassischen WWE-Erlebnis weg und hin zu einem ziemlich übertriebenen und stellenweise auch unrealistischen Arcade-Prügler verlegt. In der Praxis heißt das: Die Charaktere, die in „Battlegrounds“ auftauchen, sind allesamt restlos überzeichnet und erinnern eher an eine Comic-Version bzw. eine Karikatur der realen Vorbilder. Auch die Arenen und die Story sind im Comicstil gehalten. Die Modi hingegen bieten mit „Karriere“, „Turnier“ und Online-Modus Standardkost.
 
Unseren Test begonnen haben wir mit der Karriere. Ihr sucht euch ein virtuelles Alter Ego aus und werdet in eine Story geworfen, in der ein Nachwuchs-Wrestler ins Rampenlicht gerückt werden soll. Leider werden die Comic-Sequenzen ohne Vertonung präsentiert, was dem Ganzen doch recht viel Atmosphäre nimmt. Wahlweise könnt ihr die einzelnen Comic-Strips in der Übersicht oder in Einzelbildern betrachten. Dann geht es in den ersten Kampf. Der Beginn ist stets gleich: Unser Wrestler und unser Kontrahent werden in einer Holzkiste in den Eingangsbereich geworfen, wo sie mit viel Getöse wie der berühmte Playboy-Bunny entspringen. Mehr gibt es jedoch leider nicht, wodurch mangels echtem Intro ebenfalls die Atmosphäre weiter getrübt wird. Im Kampf selbst geht es immer gleich zu: Ihr nutzt diverse Buttons für Schläge, Tritte und diverse Moves, die es auch beim echten Wrestling gibt, um euren Gegner auf den Ringboden zu zwingen. Danach setzt ihr den Pin an und hofft, dass euer Gegner stark genug geschwächt ist, um bis drei liegen zu bleiben. Manche Gegner haben stärkere Werte und sind erst mit diversen Moves und Kontern auszuschalten, andere hingegen liegen unter euren Werten (die mitleveln) und werden schnell auf die Ringmatte gelegt. Doch egal wie die Werte der Mitstreiter sind: In der Regel sind die Kämpfe innerhalb weniger Minuten beendet.
 
Auf das Drumherum haben die Entwickler weit weniger Wert gelegt, als bei den „großen“ WWE-Titeln. Hier stehen ganz klar die Kämpfe im Vordergrund. An Match-Varianten haben die Entwickler nicht gespart und bieten viele bekannte Klassiker aus der WWE. Punkten können die Entwickler beim Umfang der Wrestlerinnen und Wrestler. Hier finden sich sowohl aktuelle Stars und Sternchen als auch Legenden, die vor allem die älteren Fans ansprechen werden. Über 70 Kämpferinnen und Kämpfer sind unterm Strich mit dabei. Die Meisten müssen allerdings mittels In-Game Währung oder Echtgeld erworben werden. Dies ist allerdings optional.
 
Mehr Spaß mit Freunden?
Als Solist ist „WWE 2K Battlegrounds“ auf Dauer ein wenig monoton. Mehr Spaß habt ihr da im Multiplayer, in dem ihr wahlweise lokal oder online antreten dürft. Wenn hier die oft störrischen und dummen KI-Mitstreiter und Gegner durch echte Kontrahenten ersetzt werden, kommt tatsächlich hier und da so etwas wie Spannung auf.
 
Fazit: „WWE 2K Battlegrounds“ ist ein netter Lückenfüller vor dem Neustart der Serie, der mit Sicherheit kommen wird. Gute Ansätze werden allerdings durch immer gleiche Kämpfe und zu wenig Drumherum getrübt. Ebenso die eher drögen Sequenzen, die nicht einmal durch die Original-Wrestler vertont wurden. Immerhin kann die Karriere einigermaßen aufgrund ihrer Länge und der zahlreichen Matchtypen überzeugen. Wollt ihr mehr Spaß, müsst ihr im Multiplayer antreten. Hier liegen klar die Stärken des Spiels.
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 6 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei 2K Games für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
 
U. Sperling

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