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Burnout Paradise Remastered | Review (Nintendo Switch)

BurnoutParadiseAls Axel Rose und seine Band „Guns N' Roses“ im Jahr 1987 ihre erste Single aus dem gleichnamigen Album auskoppelten, hätten sie wohl nicht im Traum gedacht, dass diese Hymne nicht nur einer der beliebtesten Hits der Bandgeschichte werden würde, sondern auch 21 Jahre später Titeltrack eines PC- und Videospiels. Die Rede ist natürlich von „Burnout Paradise“, dem Action Rennspiel aus dem Hause Eletronic Arts. Der damals fünfte Teil der Reihe war vielleicht nicht unbedingt der beste, konnte aber dennoch mit seinem exotischen Schauplatz „Paradies City“, der ein tolles Urlaubsflair versprühte, überzeugen. Nun ist die „Remastered“-Version, welche bereits vor einigen Monaten auf den Konsolen veröffentlich wurde, auch auf Nintendos Switch auf den Markt gebracht worden. Wir haben uns den Titel geschnappt und geschaut, ob das Spiel auch auf der Switch mitsamt allen erhältlichen DLCs Spaß macht.  
Was gibt es eigentlich Schöneres, als auf der Konsole mit pfeilschnellen Autos zu fahren und jede Menge Blechschäden anzurichten? Dies müssen sich 2001 auch die Entwickler von „Burnout“ gedacht haben, als sie sich mit dem ersten Teil ans Licht der Öffentlichkeit wagten. Dass dieses „Schrotten nach Lust und Laune“ nicht nur weltweit unzählige Fans fand, sondern zahlreiche Nachahmer, die allerdings selten das Niveau des Genre-Gründers erreichen konnten, war damals nicht abzusehen. Doch nicht nur das Zerstören von Fahrzeugen stand im Fokus der „Burnout-Titel“, sondern auch eine Menge Spielspaß. Und so entwickelte Criterion die Titel weiter und verbesserte dabei stets die Vorgänger, brachte neue Ideen mit ein und schuf so die Basis für einen jahrelangen Topseller-Garanten. Letztmalig gingen Fans in aller Welt im Jahr 2008 an den Start mit eben jenem „Burnout Paradise“, dessen Remaster nun auch für die Switch erschienen ist. Neben dem Hauptspiel umfasst es – wie bereits erwähnt – alle bis dato veröffentlichten DLCs.
 
Da ihr mit Sicherheit alle das Spiel selbst kennt, wollen wir an dieser Stelle nicht auf sämtliche Feinheiten von „Burnout Paradise“ noch einmal eingehen. Stattdessen soll das Hauptaugenmerk auf der Umsetzung für die Switch liegen. Zunächst fällt auf, dass im Grunde genommen alles so ist, wie auf den großen Konsolen. Das heißt: Für den Port wurden keine Abstriche vorgenommen. So gibt es auch hier mehr als 120 Events mit fünf verschiedenen Modi, eine Menge unterschiedliche Fahrzeuge, die sich alle individuell steuern lassen, verrückte Stunts und Takdowns, Rennen von A nach B oder auch Fahrten, bei denen ihr viele Dinge finden und entdecken könnt. In Punkto Fahrzeugphysik fühlt sich das Spiel ebenso an, wie sein Konsolen-Pendant und auch das extreme Schadensmodell wurde gut implementiert. 
 
Nun fragt ihr bestimmt zurecht, wie der vom Studio Stellar Entertainment umgesetzte Port mit der doch limitierten Hardwarepower der Nintendo Switch realisiert werden konnte. Die Antwort: Sehr gut und auf hohem Niveau. Denn mit 60fps läuft hier alles wunderbar rund und ohne Einbußen. Auch wenn viel auf dem kleinen Bildschirm los ist, bleibt alles ohne Ruckler. Auch die Texturen sind scharf und Pop-ups oder Fade-ins sind zu keiner Zeit auszumachen. Auch die bildschirmfüllenden Effekte sind auf der Switch eine wahre Augenweide. Auch die Steuerung ist erstklassig umgesetzt worden. Dass hier der Fokus klar auf Arcade statt auf Simulation liegt, ist typisch für die „Burnout“-Serie. Das Handling ist damit auch einfacher als bei Simulationen. Die hohe Qualität der visuellen Umsetzung ist auch beim Ton gegeben. Auch hier müssen Fans keine Abstriche hinnehmen. So finden sich alle rockigen Tracks des Originals wieder – leider auch die Kommentatorin bzw. Moderatorin, die nicht unbedingt jeden Geschmack treffen wird. 
 
Abgerundet wird das Ganze mit lokalen- und Onlinepartien, die hier lagfrei über den Monitor bzw. Bildschirm flimmern. Mit bis zu acht Spielern könnt ihr online die verschiedenen Events in Angriff nehmen Lokal geht es auch über einen „Party-Modus“, bei dem ihr nacheinander den JoyCon-Controller oder die Switch euren Freunden gebt. Auch dies macht eine Menge Spaß.
 
8Fazit: Mit „Burnout Paradise Remastered“ haben die Entwickler von Studio Stellar Entertainment einen tollen Port geschaffen, der auch auf der Switch überzeugt. Wer den Titel noch nicht kennt oder gerne unterwegs die abgedrehten Stunts, Takedowns und Rennen spielen möchte, ist bei der Nintendo Switch-Fassung bestens aufgehoben. Audiovisuell ist hier alles auf hohem Niveau angesiedelt und der Multiplayer läuft lagfrei. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Electronic Arts für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
 
D. Stappen
 

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