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SnowRunner | Review (Xbox One)

SnowRunnerBild2Als Entwickler Saber Studios und Publisher Focus Home Interactive Ende 2017 ihr Spiel „MudRunner“ veröffentlichten, wurde das Spiel bei den Fans mit viel Lob angenommen. Nun ist mit „Snowrunner“ der Nachfolger erschienen, bei dem ebenfalls eure Aufgabe ist, durch unwegsames, scheinbar unpassierbares Gelände, mit verschiedenen Offroad-Vehikeln Waren von einem Startort zu einem Zielort zu befördern. Ob der Nachfolger ebenso viel Unterhaltung bietet, was er Neues mit an Bord hat und wo vielleicht Schwachstellen zu finden sind, klären wir für euch im Test, den wir anhand der Xbox One-Version erstellt haben.
 
Death Stranding mit Fahrzeugen?
Wer diese einleitenden Worte liest und regelmäßiger Konsolenspieler ist, dem dürfte – wie auch uns in der Redaktion – bei der Beschreibung des Spieles der Name „Death Stranding“ in den Kopf kommen. Denn im Prinzip ist das Grundgerüst bei beiden Titeln ähnlich. Auch der Protagonist von Sonys „Death Stranding“ muss über viele unwegsame Gelände Waren transportieren, um sie sicher an ein Ziel zu bringen. Dabei läuft er durch verschiedene großangelegte Areale und erlebt jede Menge Abenteuer. Das war es dann allerdings auch mit den Gemeinsamkeiten. Denn wo in „Death Stranding“ eine epische – wenngleich ziemlich abgedrehte – Story entfaltet, bleibt „Snowrunner“ hier auf „realistischem Territorium“ und erzählt auch keine große Geschichte.
Die Areale, in denen ihr euch mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen bewegt, sind sehr vielfältig und führen euch quer durch Alaska. Dabei seid ihr jedoch nicht nur in Eis und Schnee unterwegs, sondern auch im Matsch, auf Schotter und kleinen Trampelpfaden. 
 
Bevor er losgeht, spielt ihr zunächst einmal das Tutorial, um euch mit der Steuerung und den Fahrzeugen vertraut zu machen. Diese reagieren sehr sensibel auf eure Eingaben und fahren sich allesamt anders. Die Aufträge, die ihr danach ausführt dienen dazu, Erfahrung, Geld und Ansehen zu erhalten. Damit könnt ihr euch neue Vehikel kaufen, Fahrzeuge upgraden und anderes mehr. Dies ist wichtig, um überhaupt durchs Gelände zu kommen. Wie ihr vorgeht, bleibt euch überlassen. Dabei gehört Scheitern zum Alltag eures virtuellen Fahrers. Wer keine Frustresistenz besitzt und möglichst rasch zum Ziel kommen möchte, der sollte einen großen Bogen um „Snowrunner“ machen, da das Spiel alles von euch abverlangt. Wenn ihr dann mal keine Seilwinde oder das falsche Auto am Start habt, könnt ihr den Auftrag fast schon vergessen. Auch die Tankfüllung muss im Auge behalten werden; ebenso der Zustand des Fahrzeugs. 
 
Das kostet Nerven
Was mich im Test persönlich gestört hat, ist das extrem eigenwillige Fahrverhalten der Vehikel. Lasse ich mir im unwegbaren Terrain noch einreden, die Fahrzeuge müssten so schwer zu steuern sein, so will mir auf einer normalen, asphaltierten Straße nicht in den Kopf gehen, warum die Fahrzeuge wie auf Eiern fahren, immer zur Seite ziehen und schlingern, wie einst Harald Juhnke im Vollrausch. Da verliert man schon mal schnell den Spaß, ob der übertrieben sensiblen Steuerung. 
Das schaut mal schick aus
Grafisch kann „Snowrunner“ hingegen voll und ganz überzeugen und bietet eine abwechslungsreiche Flora, tolle Areale mit einer teils enormen Weitsicht und einer erstklassigen Darstellung des jeweils zu befahrenden Untergrundes. Auch die Lichteinstrahlungen, die verschiedenen Szenerien und Wetter wissen zu gefallen. Akustisch hält sich der Titel dezent zurück. Eure Surround-Anlage wird nicht sonderlich gefordert.
 
7Fazit: Wer gerne viel Zeit mit einem Spiel verbringt, sich intensiv mit den Missionen befassen und sich wortwörtlich durchwühlen möchte, der wird mit „Snowrunner“ seine Freude haben. Wer jedoch ein Spiel für Zwischendurch sucht, eine geringe Frustresistenz aufweist und ein gutes Fahrzeughandling zwingend benötigt,  der sollte die Finger von dieser Simulation lassen. 
Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei   für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
 
L. Zimmermann
 

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