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Neu bei der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei: The Milkman V5 im Test

TheMilkmanV5Für den Kaffeepuristen geht nichts über einen schwarzen Kaffee. Doch viele Kaffeeliebhaber schätzen ihren Kaffee ganz klassisch mit Milch. Andere hingegen lieben eher den Espresso in seinen vielen Variationen, die auch gerne als Kaffee-Milch-Getränk genossen werden. Dazu gehören Espresso Macchiato, Latte Macchiato, Cappuccino, Caffè Latte,Caffè Marocchino sowie für die exotischen Varianten mit Zugabe von Alkohol. Doch gerade für derartige Milchkaffees bedarf es einer exzellenten Bohne, die perfekt mit der Milch harmoniert, d.h. sich nicht zu dominant in den Vordergrund spielt, aber auch nicht von der Milch verschluckt wird. Zu diesen Espressi gehören seit einigen Jahren die „Milkman“ von Mario Felix Liebold aus der „Ersten Tegernseer Kaffeerösterei“. Aktuell gibt es „The Milkman“ in der fünften Version. Wir haben auch diese neue Sorte für euch ausgiebig getestet und berichten im Folgenden von unseren Eindrücken.
 
Nur das Beste für die Besten
Wer den Weg von Mario Felix in den vergangenen Jahren verfolgt hat, der weiß, dass hier nicht nur ein Mann ist, der mit Leib und Seele für seinen Beruf und seine Leidenschaft brennt, sondern auch jemand, der sich mit allem, was ihm zur Verfügung steht dafür einsetzt, seinen Kunden das Bestmögliche bieten zu können. Zugleich kümmert er sich um seine Partner, mit denen er seit vielen Jahren Kooperationen pflegt, ein zum Teil inniges Verhältnis hat und die es ihm mit den besten Bohnen danken. 
 
Bedacht um Nachhaltigkeit, Fairness, Qualität und ein höchstmögliches Maß an Transparenz und das Wohl aller am Entstehungsprozess beteiligten, hat Mario Felix Liebold nicht umsonst die Auszeichnung des Fachmagazins „Falstaff“ als beliebteste Kaffeerösterei in 2020 erhalten. Man schmeckt in jedem Kaffee, den Mario Felix röstet, die Liebe und Leidenschaft, die auch wieder in „The Milkman V5“ zum Tragen kommt.
Als Mario Felix vor einigen Jahren an einem Espresso-Blend experimentierte, der wunderbar zu Milchgetränken passt, hatte er wohl den Bauern im Kopf, der am Tegernsee seine Kühe auf den Weiden grasen lässt und die ihm ihre beste Milch geben. Der Milchmann stellt dann den Menschen die Milchkannen vor die Tür oder sie kommen mit Kannen zu ihm, um sich die frische Milch abzuholen. Schön, oder? Diese Bilder kommen immer wieder auf, wenn man die „Milkman“-Sorten verkostet. Ehrlich, aufrichtig, geradeaus und mit einer gewissen Eleganz. 
 
Die neue Variante bietet einen Espresso-Blend aus Nicaragua, Brasilien und Tansania. Der Rohkaffee aus Brasilien stammt von der Fazenda „Cachoeira da Grama“ aus der Region Mogiana. Er wurde pulped natural aufbereitet und liegt in der Varietät Burbon vor. Anteilig liegt er zu 30% vor. Der Kaffee aus Nicaragua stammt von der Farm „Limoncillo“ aus der Region Matagalpa, wurde dried natural aufbereitet und liegt in der Varietät Red Bourbon in einem Anteil von 40% am Blend. Der letzte im Bunde ist der Rohkaffee aus Tansania von der Farm „Lunji Estate" Mahembe aus der Region Nyamasheke District in der Varietät Red Bourbon. Er wurde gewaschen aufbereitet und nimmt einen Anteil von 30% am Blend ein. Alle drei Farmen sind für ihre Spitzenkaffees bekannt und bei Mario Felix gehören sie zu den „alten Bekannten“, die seit Jahren eine große Fangemeinde um sich versammeln konnten. 
 
Bevor wir euch die Testkriterien und unsere Eindrücke der neuen „The Milkam“-Version mitteilen, wollen wir ein wenig genauer auf den Ursprung der drei Rohkaffees eingehen.
 
Tansania - Kaffee mit einem Stück deutsch-afrikanischer Geschichte
Über den Kaffee von "Lunji"-Estate erfahren wir von Mario Felix: "1898, als Tansania noch deutsches Kolonialgebiet und Teil des damaligen “Deutsch Ost-Afrikas” war, erwarb der deutsche Aussiedler Emil Köstlin im schönen Hochland im Süden des Landes, ein Stück Land. Zu jener Zeit war die Landschaft geprägt von unberührter Wildnis. Emil Köstlin nannte seine kleine Farm “Mbeya-hof” und begann mit dem Anbau von 3 ha Kaffee. Zudem betrieb er eine Viehzucht mit bis zu 1500 Rindern, einigen Eseln und Schweinen, sowie Ackerbau mit Gerste und einer Vielzahl von Obstbäumen. 
Das Land der tausend Vulkane – Rohkaffee aus Nicaragua
Rohkaffee aus dem mittelamerikanischen Land ist in erster Linie für seine Arabica-Bohnen, insbesondere der Varietäten Bourbon und Pacamara, aber auch Catuai und Caturra, bekannt. Das subtropische Klima bietet optimale Voraussetzungen für den Wuchs der Kaffeepflanzen. In den Anbaugebieten zwischen 800 bis 1900 Metern bleiben die gemäßigten Temperaturen ohne größere Schwankungen. In den meisten Fällen wird der Kaffee von Familien, die kleine Farmen betreiben, angebaut. 
 
Brasilien – Kaffee aus dem Land des Weltmeisters
Brasilien, der flächenmäßig größte Staat Südamerikas, war und ist der größte Kaffeeproduzent der Welt. Kein anderes Land Südamerikas bietet eine derart hohe Vielfalt. 
Die Voraussetzungen Brasiliens sind optimal, wodurch in 17 der insgesamt 26 Staaten, die Brasilien vereint, große Anbaugebiete zu finden sind. Von Hochland, Bergen und hügeligen Gegenden mit gemäßigtem Klima bis zu flachen und tropischen Regionen ist nahezu alles dabei. So können sich die Kaffeepflanzen erstklassig entfalten. 
In Brasilien bauen sage und schreibe rund 287.000 Farmen Kaffee zum Teil auf Flächen von bis zu 25.000 Hektar an. Etwa 80 Prozent des Kaffees entfallen auf Arabica-Bohnen. Da sich die Fläche über mehrere Klimazonen erstreckt und es verschiedene Bodenarten gibt, ergibt sich das facettenreiche Angebot an Bohnen. 
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern wird der Kaffee in Brasilien oft mit Hilfe von maschinellem Einsatz geerntet, sofern die Plantagen auf ebener Fläche liegen.
 
Zubereitung
Den „Milkman V5“, haben wir in unserem Test mit dem Kaffeevollautomaten und im Siebträger getestet. Je mit 240ml 3,8%iger Milch. Geschmacklich wurden Milchschokolade, Plätzchen und Nougat angegeben. Die Kaffeemenge beträgt hierbei (von Mario Felix empfohlen) für 2 Cappuccini  19-19,5g in (36-38g out), die Wassertemperatur 93-94°C bei einer optimalen Extraktionszeit von 28-32 Sek.20g Kaffee bzw. extrahiert 40ml Espresso. Mit dem Siebträger ist dies natürlich ohne Weiteres zu schaffen. Bei „guten“ Kaffeevollautomaten entspricht die angegebene Menge in etwa einem Bezug (plus Milch).
 
Unser Eindruck: Wie schon seine Vorgänger bietet auch „The Milkman V5“ wieder ein facettenreiches Bouquet. So ist der Kaffee in Kombination mit Milch mild-süßlich, nussig, mit geringem Säuregehalt, ausgewogen und vollmundig. Hier merkt man ganz klar die Mischung aus den brasilianischen 10und nicaraguanischen Anteilen. Die Karamell- und Schokoladennoten mit feiner Fruchtnote im Abgang zeigen den ruandischen Anteil wunderbar auf. Eine grandiose Kombination, mit der Mario Felix Liebold hier aufwartet. 
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 10 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Mario Felix Liebold von der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei für das zur Verfügung gestellte Testmuster.
 
D. Stappen
 
 

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