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Neu bei der Kaffeerösterei Dreiburgen : "Black Diamond" im Test

DreiburgenBlackDiamondDas Jahr 2020 war für uns alle außergewöhnlich. Umso wichtiger ist es, sich ab und an Inseln der inneren Ruhe und Kraft zu schaffen. Und was wäre dafür besser geeignet als ein guter Kaffee? Hierzu gehören für uns die Kaffees der Kaffeerösterei „Dreiburgen“ von Andreas Allefeld. Bereits mehrfach durften wir sie euch vorstellen. Und auch zum Ende des Jahres gibt es neue Sorten, darunter „Black Diamond“. Wir haben den Kaffee getestet und verraten euch im Folgenden, wie uns der Kaffee in der ansprechenden goldfarbenen Verpackung geschmeckt hat.  
 
Brasilianische Lebensfreude trifft auf perfekte Veredelung
Bei dem uns zur Verfügung gestellten Kaffee handelt es sich um einen reinen Aracbia aus der brasilianischen Region Cerrado. Der Rohkaffee wird auf der Farm „Vista Alegre“ in einer Höhe von rund 1000m angebaut, natural aufbereitet und liegt in der Varietät Mundo Novo / Catuai vor. Der Rohkaffee profitiert vom einzigartigen Klima der Region mit viel Regen, angenehmen Temperaturen und vulkanischem Lehmboden. Über die Farm erfahren wir auf der Homepage von „Dreiburgen“:
Die Geschichte der Fazenda Vista Alegre erzählt von harter Arbeit, Familienzusammenhalt und einem großen Traum: José Lopes hat sein Leben lang als Lastwagenfahrer gearbeitet, doch seine Leidenschaft galt immer dem Kaffee und dem Anbau von Kaffeebohnen. Erst im Rentenalter näherte sich der damals 57-Jährige der Erfüllung seines Traumes, indem er sich ein kleines Grundstück von 30 Hektar von seinen gesamten Ersparnissen kaufte. 
Ohne technische Ausstattung, ohne Wasser und ohne professionelle Hilfe schaffte es Lopes gemeinsam mit seinen Kindern, Wasser aus der Stadt zur Fazenda Vista Alegre zu bringen und anschließend 50.000 Kaffeesetzlinge zu pflanzen. Schon bei der ersten Ernte wurde klar, dass Lopes` große Leidenschaft und sein Ehrgeiz Früchte tragen werden. Heute ist Lopes 92 Jahre alt und blickt auf ein stolzes und erfolgreiches Familienunternehmen.
Auf 110 Hektar erstrecken sich heute weite Landschaften aus Kaffeepflanzen, umgeben von unberührtem Regenwald. Der angebaute Kaffee ist UTZ-zertifiziert, wird in nationale und internationale Märkte geliefert und dient der Region als Vorzeigebeispiel für gutes Management, Nachhaltigkeit sowie Effizienz. Dank der Liebe zur nachhaltigen Landwirtschaft und der Perfektion in der Verarbeitung wird aus den kleinen Bohnen schließlich ein wahrer Kaffeegenuss: unser Black Diamond. 
 
Die Verarbeitung: Von der Bohne zum edlen Kaffee 
Unbezahlbares Wissen über Kaffeeanbau, von Generation zu Generation weitergegeben, größte Sorgfalt und höchster Qualitätsanspruch – das macht die Arbeit der Plantagenarbeiter der Fazenda Vista Alegre sowohl wertvoll als auch professionell und leistungsstark. Auf der Vista Alegre Farm werden traditionelle Farming-Methoden ohne separates Bewässerungssystem angewandt – eine besonders effiziente und umweltschonende Praxis im Kaffeeanbau. Dieses Engagement wurde vielfach anerkannt: Seit 2009 erhält die Farm jährlich das Rainforest-Alliance und UTZ-Zertifikat, welche beide einen besonders schonenden Umgang mit der Natur auszeichnen. 
Die Ernte erfolgt zum größten Teil maschinell, was eine außergewöhnlich kleine Fehleranzahl zulässt: Mit maximal acht Fehlern pro 300 Gramm sind die geernteten Bohnen nahezu perfekt. Von Hand werden die wenigen Bohnen ausgelesen, welche den hohen Ansprüchen der Kaffeebauern nicht genügen. Alle Bohnen werden ungewaschen aufbereitet – so erhalten sie ihren einzigartigen Geschmack. Die Kaffeekirschen selbst potenzieren dann ihr betörendes Aroma während des Trocknens in der hitzig-feuchten Luft Brasiliens. Erst wenn alle Kirschen von der Sonne getrocknet sind, werden sie schonend und sorgfältig weiterverarbeitet.“ 
 
Der „Black Diamond“ im Geschmackstest
Schon beim Öffnen der Verpackung strömt mir uns ein intensives Aroma in die Nase, welches an dunkle Schokolade erinnert. Ganz klar: Diese Kaffee kann was und will von uns schnellstmöglich gebrüht werden! Also schmeißen wir unsere Baratza Sette 370Wi an und lassen den Kaffee mahlen. Und da ist er wieder: Dieser tolle, intensive Duft, der bereits zuvor erkennbar war und sich nun noch weiter ausdehnt. Nächster Schritt: Aufbrühen in der Hario V60. Das Wasser auf 92° und 500ml Wasser auf 30g Kaffee gegeben. Ein tolles Blooming erfreut das Auge. Jetzt gesellen sich Noten von Nussnougat hinzu. Nach Beendigung des Brühvorgangs und leichtem Schwenken des fertigen Kaffees in der Kanne, wird der „schwarze Diamant“ in zwei Tassen serviert. 
Bereits der erste Schluck ist eine Überraschung: Denn obwohl der Kaffee recht intensiv duftet, entfaltet sich im Mund zwar sein voller Körper, der aber dennoch nicht zu stark daher kommt und mit seinen nussig-schokoladigen Aromen sehr gut auf der Zunge liegt. Eine ganz feine Säure kitzelt am Gaumen. Der lange Abgang überzeugt mit einem weichen Nachhall. Das erinnert an weihnachtlichen Kaffeegenuss mit der Familie oder Freunden. Ein wirklich toll komponierter Kaffee mit wunderbar aufeinander abgestimmten Aromen.
 
9Fazit: Mit seinem „Black Diamond“ hat Andreas Allefeld erneut einen wunderbaren Kaffee geröstet, den wir euch empfehlen. Übrigens: Der Kaffee hat einen Score von 85 Punkten, gehört damit also zu den „Excellence“ bzw. Spezialitätenkaffees nach SCA-Scoring.
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.
 
Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Herrn Andreas Allefeld von der Kaffeerösterei „Dreiburgen“ für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.
 
D. Stappen
 

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