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Neu bei der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei: House Blend "Felix" im Test

EspressoFelixNach einer kurzen Pause möchten wir euch heute wieder einmal einen tollen Espresso der „Ersten Tegernseer Kaffeerösterei“ vorstellen. Mit dem „House Blend Felix“ hat der Inhaber der Kaffeerösterei, Mario Felix Liebold, nicht nur einen besonders spannenden Espresso geröstet, sondern seiner kreativen Ader auch eine eigene Hommage geschaffen. Warum wir vom „Felix“ begeistert sind, lest ihr im Folgenden.
 
Brasilianische Lebensfreude trifft auf guatemaltekische Vielfalt und indische Harmonie
Der neu ins Portfolio der „Ersten Tegernseer Kaffeerösterei“ aufgenommene „House Blend Felix“ ist ein Espresso, dessen Rohkaffee aus Brasilien, Guatemala und Indien stammt. Auf diesen Basics kann man schon einmal aufbauen. Natürlich wäre Mario Felix nicht Mario Felix, wenn er die Bohnen nicht von den besten Farmen der drei Länder beziehen würde. Und so finden wir als genauen Ursprung die „Tristar“-Farm in Brasilien aus der Region Sul de Minas, bei der die Kaffeebohnen in der Varietät Bourbon (natural) vorliegen, die Farm „Bourbon“ in der guatemaltekischen Region Chimaltenango, wo ebenfalls die gleichnamige Varietät angebaut wird (hier allerdings als „washed“ aufbereitet) sowie die Farm „Sethuraman“-Estate in der indischen Region Chikamagalur. Der Rohkaffee liegt hier als Robusta vor und wurde gewaschen aufbereitet.
 
Bei der Zubereitung im Siebträger haben wir uns an die Angaben von Mario Felix gehalten. Diese lauten:
Brewguide für 2 Cappuccini:
Kaffeemenge:    20g in / 40g out
Wassertemp.:    92-94°C
Extraktionszeit:    28-32 Sek.
Milch:    3,5-3,8% frische Vollmilch
 
Der Ursprung des Rohkaffees
Die Bohnen aus Sul de Minas verleihen dem Espresso Zitrus- und leicht florale Noten. Kein Wunder, dass Kaffee aus der Region im Südosten Brasiliens zu den Besten des Landes gehört. Die Bohnen aus Guatemala, genauer gesagt aus Chimaltenango, stammen aus einem Tal nördlich der Region Antigua und südlich von Huehuetenango. Kaffee wird dort erst seit einigen Jahren angebaut. Der Boden dort ist reich an Nährstoffen und hat einen Kalk- und Tongehalt, der ihm einen leicht sauren pH-Wert verleiht, wodurch einige hervorragende Kaffeeprofile entstehen. Im Gegensatz zu den meisten Kaffeeregionen ist Chimaltenango ziemlich trocken. In der Gegend gibt es jedoch viele natürliche Quellen und kaffeefreundliche Mikroklimas. Der meist blumig-fruchtige Kaffee gehört mit zu den besten Kaffees des Landes. Last but not least haben wir den Robusta Indiens. In der Region Chikmagalur wird der überwiegende Teil der Kaffeeproduktion Indiens angebaut. An den steilen Berghängen wachsen die Kaffeebäume in einer Höhe von rund 1100m. Die Robusta-Sorten zeichnen sich durch ein tolles Aroma aus. 
 
Unser Geschmackseindruck
„Mittelkräftig, wenig Säure und eine feine, schokoladige Note prägen diesen Espresso.“ So lässt es uns Mario Felix Liebold auf seiner Homepage wissen. Und genau diesen Eindruck konnten wir vom „Felix“ gewinnen. Bereits beim Mahlen strömte ein angenehmer, für einen Espresso nicht allzu starker Duft in die Nase. Beim Aufbrühen verstärkte sich der erste Eindruck. Ein etwas milderer, aber absolut spannender Espresso. Dies bestätigte der Espresso beim Probieren. Als reiner Espresso begeistert er durch seine absolut faszinierende Ausgewogenheit mit einem angenehmen Mundgefühl, hinten raus vom nicht zu dominanten Robusta und einem schönen Grundklang der leichten Zartbitter-Note. Die geringe Säure schmeichelt dem Gaumen, der lange Nachhall begeistert. Auch als Cappuccino kann der „Felix“ rundum überzeugen. Wer befürchtet, dass 10die Aromen hier ein wenig durch die Milch erschlagen würden oder gar untergehen, der irrt. Nein: Die Milch begleitet fein und kleidet den Espresso in ein facettenreiches Bett aus Aromen, auf denen er regelrecht zu schweben scheint. Hier bildet sich der Toffee-Geschmack noch deutlicher raus. Wunderbar!
 
Fazit: Ein grandioser, eher charmant-zurückhaltender und mit feinen Nuancen strahlender Espresso, der alles andere als ein „Hallo wach!“-Espresso sein möchte. Einfach nur lecker.
 
Die inn-joy Redaktion vergibt 10 von 10 Punkten.
 
M. Heiland, D. Stappen
 

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