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inn-joy @ Menuekarussell 2019 im Restaurant "Bullerkotte" Marl

IMG 20190320 191629Im Rahmen des diesjährigen Menue-Karussell haben wir für euch von verschiedenen Restaurants berichtet. Zum Ende der diesjährigen Spielzeit haben wir noch ein ganz besonderes Restaurant auf der Agenda gehabt: Das „Bullerkotte“, welches Thilo Bullerkotte gemeinsam mit seiner Frau und seinem Team leitet. Während einige Restaurants 2019 das erste Mal mit dabei sind, ist Thilo Bullerkotte ein „alter Hase“ im Menue-Karussell. Was und im Vorfeld besonders beeindruckte, war die Tatsache, dass das Restaurant schon recht früh für das Menue-Karussell nahezu komplett ausgebucht war und bereits für 2020 etliche Termine ausgebucht sind. Wer solche Zahlen vorlegen kann, der muss schon ganz oben auf dem Kocholymp im Vest angekommen sein. Davon durften wir uns dann am gestrigen Mittwoch,20.03., selbst ein Bild machen. Hier unser Bericht.

 

Außen rustikaler Landhauscharme, innen mit Stil

Wenn man nach einer längeren Fahrt das Restaurant erreicht, ist man zunächst ein wenig erstaunt. Das Restaurant liegt im beschaulichen Marler Stadtteil Polsum. Hinter dem Haus schließen Felder und eine Koppel an. Auch Enten und Hühner sind vorhanden. Ausgewiesene oder asphaltierte Parkplätze gibt es nicht. Stattdessen parken die Gäste mal mehr, mal weniger „wild“ vor dem Restaurant.

Beim Betreten der Lokalität werden wir freundlich und zuvorkommend empfangen. Tilo Bullerkotte selbst begrüßt und ein wenig distanziert. Nachdem wir zu unserem Tisch geführt wurden, haben wir ein wenig Zeit, die Räumlichkeiten zu begutachten. Das Restaurant ist in zwei Hauptbereiche unterteilt, die recht klein sind. Bei voller Ausbuchung ist ein gewisser Lautstärkepegel garantiert, wie wir auch später noch erfahren sollten. Das Publikum im „Bullerkotte“ ist überwiegend älteren Semesters. Darauf hat man sich weniger beim Interieur, dafür jedoch mehr bei der Wahl der begleitenden Weine und zum Teil beim Essen eingestellt. Denn anders als bei den anderen von uns vorgestellten Restaurants werden die Weine nicht präsentiert, was wir sehr schade finden. Zu den beiden Weinen lässt sich anmerken, dass es sich um je einen Weißwein und einen Rotwein aus Spanien handelte. Der Weißwein war gut, der Rotwein hatte etwas zu viel Säure. Einen Dessertwein suchte man vergebens. Der Secco als Aperitif war fein-prickelnd und schmeckte intensiv nach Pfirsich.

Das Menü selbst startete mit einem „Gruß aus der Küche“. Hierbei handelte es sich um ein frühlingsfrisches Potpourri bestehend aus einem Mus von Olive und Gurke. Das Zusammenspiel der Aromen war wunderbar harmonisch. Dazu wurde Baguette gereicht. Unter einer kleinen Glosche am Tisch befand sich zusätzlich eine herzhafte Dillcreme. Allerdings wurde hierauf vom Service nicht hingewiesen.

Als nächster Gang folgte ein Inside Out vom Vitello Tonnato mit gebeiztem Lachs und feinem, knackigen Gemüse. Auch dieser Gang konnte geschmacklich überzeugen.

Dem Gang schloss sich eine cremige Steckrübensuppe mit Gänseleber und Crunch an. Hier war unsere Verwunderung groß, da wir beide unabhängig voneinander Blumenkohl im geschmacklichen Gedächtnis asoziierten und auch optisch das Weiß uns nicht an eine eigentlich eher rötliche oder orangefarbene Steckrübensuppe erinnerte. Doch auch hier überzeugte der Geschmack. Allerdings war uns (wie auch beim Hauptgang) die Portion zu groß.

Als Hauptgang hatten wir den Zander mit Crepesroulade und Pfirsichkraut und das kandierte Ochsenbäckchen mit lauwarmem Champignonsalat und Schwarzwurzeldurcheinander gewählt. Beides war absolut auf den Punkt und sehr delikat. Highlight hier war das Pfirsichkraut, ein Sauerkraut mit intensiver Pfirsichnote, welches wir so noch nicht gegessen haben. Einfach topp. Abgerundet wurde das Menü durch ein asiatisch angehauchtes Dessert bestehend aus einem gebackenen Vanillerahmeis mit Obst im Marzipanmantel.

8Fazit: Ein rundum gelungenes Menü mit interessanten Zutatenkombinationen, allerdings etwas zu großen Portionen, mit einer Mischung aus rustikaler und gehobener Küche. Wirklich nachhallende „Wow-Momente“ blieben jedoch selten. Die Weine sind gut, aber nicht herausragend, leider wurden sie nicht am Tisch präsentiert.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten

Die inn-joy Redaktion bedankt sich beim Team des Restaurants „Bullerkotte“ für die freundliche Unterstützung.

M. Heiland

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