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auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit Alexa Voice Service

PEARLAlexaBild1Als der Online-Händler Amazon im vergangenen Jahr seinen Sprachassistenten „Amazon Echo“ und den kleinen Bruder „Amazon Dot“ auf den Markt brachte, waren die Meinungen der Kritiker zwiegespalten. Während die Einen das Unternehmen für seine innovative Technik lobten, fragten sich Andere, wozu dieser technische Firlefanz sein soll. Geht man nach Amazon, Google, Apple und Panasonic, die allesamt eigene Sprachassistenten auf den Markt gebracht haben oder in Kürze auf den Markt bringen werden, werden wir in naher Zukunft mit unserer Sprache unser „Smart Home“, also einen Großteil unseres Zuhause steuern. Klar, dass auch immer mehr kleinere Firmen mit auf den Zug aufspringen und eigene, preiswerte Lösungen anbieten. Das neuste Mitglied in der Riege der Sprachassistenten ist auvisio. Das Unternehmen hat nun seinen „WLAN-Multiroom-Lautsprecher mit Alexa Voice Service“ herausgebracht. Wir durften den Sprachassistenten, den ihr über PEARL erwerben könnt, ausgiebig testen und erklären euch im Folgenden, wie sich das Gerät im Vergleich zu Amazons „Echo“ schlägt, wo vielleicht neue Wege gegangen werden und wo der Mitbewerber noch hinterher hinkt.

Alexa verstehst du mich?

Einfach mit der Stimme die Lieblingsmusik auswählen, einen Tisch im Restaurant bestellen oder die Nachrichten wiedergeben. All das kann Amazons Sprachassistent Alexa, mit dem auch das Gerät von auvisio verbunden wird. Beste Voraussetzung also, um auch für einen erfolgreichen Start des auvisio-Produktes zu garantieren. Auch wenn Googles „Home“ nicht nur ganze Sätze, sondern Zusammenhänge beziehungsweise logische Satzfolgen erkennen kann und sich somit als weiterentwickelter Voice Service von Amazons Alexa abhebt, ist der Sprachassistent des Online-Händlers aktuell leichter verfügbar und „runder“. Darüber hinaus besitzen auch viel mehr Kunden ein Amazon-Konto, was Grundvoraussetzung für die Nutzung des Sprachassistenten ist.

Doch bevor wir die Vor- und Nachteile des vorliegenden Gerätes beleuchten, wollen wir uns das Gerät einmal im Detail anschauen.: Der Lautsprecher misst 93 x 153 x 93mm und ist damit sehr kompakt. So kann er auch mit an den Badesee und zum Picknick genommen werden. Mit gerade einmal 473g ist er zudem viel leichter als das „große“ Gegenstück von Amazon. In der Verpackung befinden sich noch ein USB-Ladekabel, ein 3,5mm-Klinkenkabel sowie eine Bedienungsanleitung.

Das Gerät verfügt über eine Ausgangsleistung von 15 Watt und eine Musik-Spitzenleistung von 30 Watt. Der Frequenzbereich liegt bei 80 - 20.000 Hz. Die Reichweite via WLAN (2,4 GHz) beträgt 30m. Die 5 GHz-Bandbreite wird leider nicht unterstützt, was in dicht besiedelten Wohngegenden von Vorteil wäre. Über Bluetooth liegt man bei 10m. Für die Stromversorgung nutzt der Lautsprecher einen fest verbauten LiPo-Akku mit 1.500 mAh für bis zu 6 Stunden Laufzeit bei 50 % Lautstärke. Das Gerät lädt per Micro-USB. Ein USB-Netzteil muss extra dazu bestellt werden. Wer den Lautsprecher über AirPlay verbinden will, kann dies ebenso tun wie alle Nutzer der Klinkenbuchse. Denn das Gerät ist nicht nur als Sprachassistent, sondern auch als „reiner“ Lautsprecher und Multiroom-Gerät nutzbar. Der Lautsprecher unterstützt bei der Wiedergabe die Audio-Formate MP3, WMA, RA, AAX, AAC+, WAV, APE und FLAC. An Streaming-Diensten bietet er Unterstützung für die Portale Amazon Music, Pandora, TuneIn und Spotify (ohne Sprachsteuerung durch Alexa Voice Service) bei denen ihr natürlich registriert bzw. angemeldet sein müsst.

PEARLAlexaBild2Der auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher im Praxistest

Bevor ihr den Lautsprecher nutzen könnt, bedarf es einer kurzen Vorbereitung. So müsst ihr zunächst einmal die kostenlose App auf euer Tablet oder euer Smartphone laden. Unterstützt werden sowohl iOS als auch Android. Die App ist recht klein und stromsparend. Die Einrichtung über die App ist komfortabel, die Bedienungsanleitung könnte ein wenig detaillierter geschrieben sein. Habt ihr das Gerät mit eurem Smartphone oder Tablet verbunden, kann es auch schon los gehen. Um Alexa zu aktivieren und ihr Fragen zu stellen, müsst ihr immer den blauen Mikrofon-Button in der Mitte des Bedienfelds drücken. Rein auf Zurufen lässt sich der Lautsprecher nicht aktivieren. Das ist der große Unterschied zum Original, macht aber auch den preislichen Unterschied. Wer also von weiter weg seinen Sprachassistenten starten möchte oder gerade die Hände nicht frei hat, der dürfte mit diesem Gerät nicht ganz glücklich werden. Die Qualität des Lautsprechers schmälert das jedoch keinesfalls. Denn auch der auvisio-Lautsprecher ist hochwertig verarbeitet, die Sprachqualität ist gleich der bei Amazons Echo und die Wiedergabe von Musik oder Nachrichten ist klar und deutlich zu verstehen und auch laut genug. Dass der Lautsprecher über einen Akku verfügt, ist ein weiterer Vorteil für das Amazon-Pendant von auvisio.

Dass leider nicht immer alle Befehle verstanden werden, hin und wieder komplett falsche Infos gegeben werden, teilweise keine Antworten gegeben werden können und manche App nicht richtig läuft, liegt an der noch immer nicht in Gänze ausgereiften Qualität der Software. Doch über die Seite von Amazon lassen sich mittlerweile viele unterhaltsame und nützliche Apps laden, die euch Bescheid geben, wenn wichtige Termine anstehen, euch auf Nachfrage informieren, wann der Müll abgeholt wird oder auch wo die nächste Notfall-Apotheke ist. Schön: Der auvisio-Lautsprecher fungiert auch auf Wunsch als Freisprech-Gerät aufgrund des integrierten Mikrofons. So könnt ihr auch bequem telefonieren. Die Qualität der Gesprächsübertragung ist gut und der Gesprächspartner gut zu verstehen.

9Fazit: Ich muss zugeben, dass ich bislang immer meinen Zweifel am Sinn und Nutzen von Sprachassistenten hatte. Konnte Amazons Alexa anfangs eindeutig zu wenig und war für mich zu sehr mit Spielereien verbunden, macht der Einstieg ins Smart Home wirklich Spaß und der auvisio WLAN-Multiroom-Lautsprecher trägt viel dazu bei. Nicht zuletzt das Preis-Leistungsverhältnis spricht für diesen Sprachassistenten. Einzig die Tatsache, dass ihr jedes Mal den Button drücken müsst, um mit Alexa zu kommunizieren, ist ein Schwachpunkt, der jedoch bei einem potentiellen Nachfolger behoben werden dürfte.

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei PEARL für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

M. Heiland

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