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Disneyland Adventures | Review (Xbox One X)

DisneylandWer von euch schon einmal in Disneyland war, der weiß, dass dieser Themenpark zu den schönsten Parks weltweit gehört. Hier wimmelt es nur so von Attraktionen, die thematisch an die größten und beliebtesten Filme von Walt Disney angelehnt sind. Und natürlich können die Besucher die „Stars“ aus dem Hause Disney wie Mickey, Pluto und Co. persönlich treffen. Wer dieses Gefühl auch gerne zuhause erleben möchte oder sich das reale Disneyland nicht leisten kann, sich aber gerne so fühlen möchte, als wäre er mitten drin, für den hat Microsoft die Entwickler von Frontier engagiert, um das virtuelle Disneyland auf der Xbox 360 erstehen zu lassen. Ehemals als Kinect-Titel konzipiert, ist „Disneyland Adventures“ nun erneut zum Start der neuen Xbox One X wiederveröffentlicht worden. Wir haben uns noch einmal ins virutelle Disneyland begeben und geschaut, was der Relaunch so mit sich bringt.

A star is (re)born

Da bin ich also wieder. Zurück im virtuellen Disneyland. Es ist mein zweiter großer Ausflug nach dem Debüt des Titels auf der Xbox 360 im Jahr 2011. Und obgleich mein letzter Aufenthalt nun bereits knapp sechs Jahre zurückliegt, kommt es mir vor, als sei ich erst vor kurzem dort gewesen. Schon bei den ersten Klängen der typischen Disney-Melodien fühle ich mich wie zuhause.

Wie bei „Rush – A Disney Pixar Adventure“, kann ich also auch bei „Disneyland Adventures“ zwischen der alten Steuerung über die Kinect-Leiste und der angepassten Controller-Steuerung auswählen. Doch nicht nur die Steuerung wurde überarbeitet. Auch grafisch wurde der Titel ein wenig aufpoliert und glänzt nun in auf der Xbox One X in 4K-Optik, was gerade den Figuren zugute kommt. Auch die Themenparkwelten sehen ein wenig schicker aus. Allerdings wäre hier mehr drin gewesen, da es nach wie vor zu Pop-Ups, Fade-ins und Rucklern kommt, was im Hinblick auf die Power der Xbox One X sehr seltsam anmutet. Ebenfalls komisch ist, dass einige Texturen etwas unscharf wirken. So wirkt der grafische Port unausgegoren. Ich persönlich bezweifele, dass der Titel in Punkto Grafik noch nachgepatched wird, da hier die Zielgruppe zu klein ist.

DisneylandBild2Abseits von diesen grafischen Ungereimtheiten kann man über „Disneyland Adventures“ aber noch immer staunen. Denn wer den Themenpark in Florida schon einmal besucht hat, der wird sich hier sofort heimisch fühlen. Noch nie wurde das Disneyland so originalgetreu und exakt in einem Videospiel umgesetzt und realisiert. So könnt ihr die „echten“ Attraktionen auch hier frei erkunden und befahren, euch mit Micky, Mini, Daisy und Co. auf einen Plausch treffen, Minispiele spielen und vieles andere mehr. Wer mag, der kann die Attraktionen auch in der „Ich-Perspektive“ genießen, was natürlich besonders intensiv wirkt. Darüber hinaus gibt es viele Aufgaben zu bewältigen, die den Spielspaß lange Zeit garantieren.

Auch bei diesem Spiel ist die Kinect-Steuerung natürlich immer noch eine tolle Option vor allem dann, wenn ihr als virtueller Parkbesucher Micky heran winkt, euch durch den Park bewegt bzw. euch dreht und die Figur sämtliche Gesten nachahmt. Wer darauf keine Lust hat oder die Kinect-Leiste nicht besitzt, steuert das virtuelle Alter Ego präzise mit dem Controller durch den Park. Mir gefällt die Kinect-Steuerung besser, da sie sich „echter“ anfühlt.

Die Spiele bzw. Attraktionen, sind sehr vielfältig und machen größtenteils Spaß. So könnt ihr mit Peter Pan durch das legendäre Nimmerland fliegen oder Alice im Wunderland auf ihrer Reise begleiten und die Meerjungfrau Arielle besuchen. Hinter diesen Themenbereichen stecken Spiele wie Figuren nachahmen bzw. Gesten ausführen, Kämpfen oder Bobfahren, Werfen und anderes. Und wer mag, der sammelt von den Disney-Figuren sogar Autogramme. Dass das Spiel bei allem mehr auf die jüngere Spielergruppe abzielt, ist kein Problem. Doch selbst als „älteres Semester“ kann man mit „Disneyland Adventures“ Spaß haben. Denn so manches Mal werden Kindheitserinnerungen wach. Während meines Besuchs im Disneyland fiel mir übrigens auf, dass die Entwickler bei der Lokalisation des Titels etwas schlampig gearbeitet haben. So sprachen die Figuren durch die Bank deutsch. Doch die Ansagen aus den Lautsprechern und die anderen Parkgäste, tönten ausschließlich in englischer Sprache aus den Boxen. Dies nimmt der Atmosphäre schon ein wenig Glaubwürdigkeit.

7Fazit: Nach wie vor kann „Disneyland Adventures“ einen unglaublichen Charme versprühen. Die Abbildung des echten Disneyland ist den Entwicklern von Frontier unglaublich gut gelungen. Wer kann, der sollte den Titel mit der Kinect-Leiste spielen, da die Immersion hier höher ist, als beid der Steuerung über den Controller. Was ich schade finde ist, dass die Grafik des Titels nicht den technischen Gegebenheiten der neuen Xbox One X entspricht und nach wie vor technische Unzulänglichkeiten zu erkennen sind. Und auch die Tatsache, dass nicht der ganze Titel ins Deutsche übertragen wurde entspricht zwar den Gegebenheiten vor Ort, wirkt aber dennoch hier ein wenig deplatziert. Um die Power der Xbox One X unter Beweis zu stellen, hätte es der Neuauflage nicht bedurft. Dennoch macht das Spiel auch nach sechs Jahren Abwesenheit Spaß und dürfte vor allem die jüngere Zielgruppe begeistern.

Die inn-joy Redaktion vergibt 7 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Microsoft für das zur Verfügung gestellte Testmuster.

D. Stappen

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