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The Corrs - Jupiter Calling

TheCorrsJupiterCallingIn den 1990er Jahren waren sie einer der Top Acts aus Irland. Die Rede ist von den vier Geschwistern Andrea, Caroline, Sharon und Jim Corr, kurz: „The Corrs“. Mit ihrer Mischung aus Pop-, Softrock- und Folkelementen schufen sie einen ganz eigenen Stil. „Forgiven, Not Forgotten“, ihr Debütalbum, konnte damals absolut überzeugen. Auch das nachfolgende Album, „Talk on Corners“ war ein Bestseller. Besonders persönlich wurde es mit „Borrowed Heaven“, einem Album, welches sie zum Zeitpunkt des Todes ihrer Mutter veröffentlichten. Das letzte Album der erfolgreichen „The Corrs“-Jahre kam dann 2005 auf den Markt, konnte aber nicht mehr ganz an die alten Erfolge anknüpfen, was vielleicht auch daran lag, dass es sich um ein Album handelte, auf dem ausschließlich irische Folksongs zu hören waren. Danach wurde es stiller um die Band. Es folgten einige Soloalben, bis dann 2015 mit „White Light“ endlich ein neues Album veröffentlicht wurde. Nun, knapp zwei Jahre später, veröffentlichen die vier Corrs ihr neustes Werk mit dem Titel „Jupiter Calling“. Dabei überraschen sie ihre Fans erneut durch eine ziemlich „persönliche Note“. Wir haben für euch reingehört.

Typisch „The Corrs“?

Man mag über die vier Iren denken, was man möchte. Aber sie haben es – neben U2 und der Kelly Family geschafft, sie wie keine andere Band als Irischer Exportschlager zu verkaufen. Ihr typischer musikalischer Stil wird zwar auch auf „Jupiter Calling“ deutlich, doch insgesamt kommt das Album noch authentischer daher und wirkt weit weniger „poppig“, als die frühen Werke. Hier bestechen Minimalismus und Schlichtheit die Songs. Man merkt den vier Künstlern an, dass sie es niemandem mehr beweisen müssen und einfach so sein können, wie so wollen und nicht, wie sie irgendwelche Manager und Produzenten gerne hätten oder von außen her sehen wollen.

Die Bandbreite der Songs ist enorm und reicht von fröhlichen Nummern über getragene Balladen, traurige Poesie und ruhige Stücke, die zum Nachdenken anregen. Aber auch der „Mitsing-Faktor“ ist wieder da. Zwar haben die Stücke keinen „Ohrwurm-Charakter“, das ist aber in der heutigen Zeit auch gut so. Dennoch wirken sie absolut nicht sperrig, sondern schmeicheln sich ins Ohr. Vor allem das sehr ruhige und irgendwie auch beruhigende „Son Of Solomon“ zeigt die grandiose Arbeit der vier Iren in Sachen Text, Arrangement und Umsetzung. Doch auch für das „Tanzbein“ wird etwas geboten. Mit „SOS“ und „Butter Flutter“ sind die Geschwister voll am musikalischen Puls der Zeit, ohne sich dabei bei irgendeiner Zielgruppe anzubiedern. Richtig heftig wird es dann zum Ende des Albums mit einem beinahe achtminütigen Song namens „The Sun And The Moon“. Seit Queens „Bohemian Rapsody“ habe ich keinem Song mehr so gerne über eine so lange zeitliche Distanz gelauscht, wie diesem. Einfach nur toll!

Fazit: Frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“ gehen „The Corrs“ nicht nur zurück zu ihren musikalischen Wurzeln ihrer irischen Heimat, sondern begeben sich darüber hinaus. In allen Bereichen auf Minimalismus gepolt, wirkt „Jupiter Calling“ noch runder, noch intimer und noch glaubwürdiger als alle Alben zuvor. Daher vergeben wir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Tracklist:

01. Son of Solomon

02. Chasing Shadows

03. Bulletproof Love

04. Road to Eden

05. Butter Flutter

06. SOS

07. Dear Life

08. No Go Baby

09. Hit My Ground Running

910. Live Before I Die

11. Season of Our Love

12. A Love Divine

13. The Sun and the Moon

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten.

M. Heiland

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