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Comandante C40 MK3 Nitro Blade - Kaffee-Handmühle der Spitzenklasse im Test

CommandanteWas gibt es besseres, als frisch gemahlenen und zubereiteten Kaffee? Für richtige Kaffee-Fans gibt es nichts Schöneres, als der Duft, der bereits beim Mahlen der Kaffeebohnen aufsteigt, das Geräusch, wenn der Kaffee in der Mühle zu feinstem Kaffeemehl wird und dem Anblick des fertigen Kaffees, wenn er in die Tasse kommt. Für den perfekten Kaffeegenuss müssen natürlich alle Parameter stimmen. Neben hochwertigen Bohnen und einem guten Zubereiter ist es vor allem die richtige Kaffeemühle, die über den finalen Geschmack des Kaffees entscheidet. Denn wer am falschen Ende spart, hat hinterher nur wenig Freude am Kaffee. Wahre Kaffee-Enthusiasten schwören dabei noch immer auf handbetriebene Kaffeemühlen anstelle elektrischer Mühlen. Eine der beliebtesten Mühlen bei Kaffee-Enthusiasten und Profis ist das Modell "Comandante C40 Nitro Blade". Warum die Mühle ein absoluter "Verkaufsschlager" ist, was sie so besonders macht und ob sich die Anschaffung lohnt, erklären wir euch im Test.

Qualität auf allerhöchstem Niveau aus Deutschland

Die uns für den Test zur Verfügung gestellte Handmühle "Comandante C40 MK3 Nitro Blade" ist das aktuelle Modell aus dem Hause Comandante aus Unterhaching. Das Top-Produkt wird komplett in Deutschland produziert. Für die Herstellung der Kaffeemühle werden ausschließlich hochwertige Materialien verarbeitet. So wurde für das konische Mahlwerk ein "patentierter Sonder-Edelstahl" bestehend aus Anteilen von Vanadium, Chrom und Molybdän für das Schneidewerkzeug entwickelt, wodurch der Stahl besonders robust und beständig gegen Rost ist. Dies ist wichtig, damit keine noch so kleine Teilchen vom Rost in das gemahlene Kaffeemehl (und damit in den Geschmack) gelangen. Darüber hinaus – und das ist natürlich für eine Kaffeemühle besonders wichtig – werden die Schneidelemente noch schärfer.

Ein weiterer Vorteil der "Nitro Blade" gegenüber vielen Mitbewerbern ist die Leichtläufigkeit. So bedarf es keiner großen Kraftanstrengung, um die Kurbel der Mühle bewegen zu können. Im Test kam es zu keiner Zeit vor, dass Bohnen sich verkanteten, was bei vielen Mitbewerbern schnell vorkommen kann. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass – neben der nahezu komplett aus Edelstahl bestehenden Mühle – die Kugellager mit einer Gummidichtung ausgekleidet wurden, damit sie vom Kaffeefeinstaub geschützt sind. 

In Zeiten, in denen alle Welt vom Umweltschutz und von Nachhaltigkeit sprechen, handelt "Comandante" und fertigt den Kurbelknauf seiner "C40 MK3 Nitro Blade" aus heimischem Holz, genauer gesagt, aus massivem Eichenholz aus dem Schwarzwald. So wird nicht in bedrohten Waldregionen im Ausland gerodet, sondern auf nachhaltigen Anbau hierzulande geachtet. Der Holzknauf liegt bequem in der Hand und gibt einen sicheren Halt beim Mahlen mit der Kaffeemühle. Der Korpus der Mühle ist aus Wenge-Holz. Zusätzlich hat "Comandante" bei der Mahlwerksaufhängung darauf geachtet, dass lebensmittelechter Kunststoff zum Einsatz kommt. Der Gesundheitsaspekt steht in jedem Produktionsschritt an allerhöchster Stelle. Last but not least wurde der Glasbehälter, der den gemahlenen Kaffee aufnimmt, durch einen Deckel aus Urochem 371 angefertigt. Das bedeutet, dass er aus erneuerbaren natürlichen Ressourcen produziert wurde und recycelbar ist. Ihr seht: Die Verantwortlichen haben sich bei der Herstellung der neuen Mühle unwahrscheinlich viele Gedanken gemacht, was wir sehr lobenswert finden! Neben der von uns getesteten Ausführung gibt es die Kaffemühle auch in den Ausführungen "Zebra", "Bambus", "Red Sonja" und American Cherry. Auch können Ersatzgläser erworben werden, falls euch mal das Glas, das den gemahlenen Kaffee aufnimmt, kaputt gehen sollte oder ihr ein Transportbehältnis für kleine Bohnenmengen für unterwegs benötigt.  

Klick, klack – immer auf Zack!

Worin sich die "Comandante" von den Mitbewerbern noch abhebt, ist das innovative "Klick"-System, der sogenannte "Klickmechanismus". Denn unterhalb des Mahlwerks gibt es eine Verstellmöglichkeit (Klickrad), die es euch ermöglicht, über Klicks das Mahlwerk von "sehr fein" bis "grob" stufenlos zu verstellen. Der Mechanismus wiederum ist so gesichert, dass er während des Mahlvorgangs präzise in der ihm zugewiesenen Position verbleibt und nicht verrutschen kann. Apropos verrutschen: Da die Mühle mit fast 700g recht schwer ist, kann sie während des Mahlvorgangs auch nicht verrutschen.

Die "Comandante C40 MK3 Nitro Blade" im Praxistest

Nach dem Motto "Grau ist alle Theorie" haben wir die "Comandante C40" auf den Prüfstand gestellt. Die Vorgehensweise ist bei jedem Mahlvorgang dieselbe. Zuallererst müsst ihr den durchsichtigen Glasbehälter an der Unterseite der Mühle festschrauben. Ein zusätzlicher (brauner) Glasbehälter wird ebenfalls mitgeliefert. Dieser dient in erster Linie dazu, dass ihr bereits gemahlenen Kaffee auf Vorrat halten könnt, oder auf Reisen Bohnen bequem mitnehmen könnt. Das braune Glas dient dazu, die Bohnen bzw. das Kaffeemehl vor Sonnenlicht zu schützen. Dass "Comandante" euch beide Behälter mitliefert, damit ihr auch "auf Vorrat" mahlen könnt, ist ein netter Service, den wir begrüßen. Dann schraubt ihr die Handkurbel an der Oberseite fest. Ach ja: Wer nicht nur Kaffee mit der Mühle mahlen möchte, der kann auch Gewürze und Tee mahlen. Auch hier spricht die Qualität für sich, da die Mühle im Anschluss an die "Fremdnutzung" den Kaffee nicht nach Pfeffer oder anderen Gewürzen schmecken lässt. Ein wenig schade ist, dass der Auffangbehälter nur etwa 40g Kaffeepulver aufnehmen kann, da man bei einem Liter Kaffee in der Regel zwischen 50 und 60g Kaffeebohnen nutzt. In einigen Foren kann man ja lesen, dass die Kaffeemühle nur von Menschen mit größeren Händen bedient werden kann, da sie recht schwer und groß ist und man doch enorm viel Kraft benötigt, um die Kurbel zu bedienen. In beiden Fällen können wir nach unseren Testläufen Entwarnung geben. Sowohl unsere Redakteurinnen als auch Redakteure konnten die Mühle gleichermaßen gut bedienen. In einem Fall wurde sie einfach zwischen den Knien "eingespannt". Klar ist auch, dass eine Handmühle immer anstrengender zu bedienen ist als eine elektrische Kaffeemühle, bei der ihr lediglich einen Knopf drücken müsst und die Maschine den Rest für euch erledigt. Doch im Vergleich zur "Hario Skerton" oder anderen Handmühlen, liegen hier welten dazwischen. Einfacher wird es übrigens, wenn ihr mit beiden Händen in kreisenden Bewegungen die Mühle bedient. Probiert einfach mal verschiedene Techniken aus. 

Wie bereits erwähnt, stellt ihr über das Klick-System den Mahlgrad ein. Voreingestellt wird die Mühle für Filterkaffee (Hario V60) geliefert mit "20 Klicks“. Die Handmühle kann insgesamt in 35 Stufen verstellt werden. Gerechnet wird immer von der Stellung, in der die Mühle sozusagen "geschlossen" ist. Um den Mahlgrad zu verändern, müsst ihr lediglich die Vorrichtung gegen (oder mit – je nachdem, ob ihr feineres oder gröberes Mahlgut haben wollt) den Uhrzeigersinn bewegen und mitzählen, wie viele "Klicks" ihr weitergedreht habt. Natürlich hat beim Mahlgrad jeder seine individuellen Vorzüge. Doch wenn man sich an die Empfehlungen von "Comandante“ hält, bekommt man ein sehr gutes und homogenes Mahlergebnis. Ein entsprechender Zettel, auf dem es noch viele weitere Informationen zur Mühle gibt, liegt der C40 bei. Während viele Mühlen Probleme haben, das Mahlgut besonders fein und strukturiert zu mahlen sowie kaum Feinstaub zu produzieren, schafft die "Comandante" all dies mühelos, Chapeau!

Die Reinigung der "Comandante C40 MK3 Nitro Blade" ist kinderleicht. Die Mühle kann sehr gut auseinandergebaut werden, um das Mahlwerk mit einer feinen Bürste zu säubern. Ein feuchtes Tuch ist für die übrigen Einzelteile die beste Reinigungsmethode. Wichtig ist, dass alle Teile stets trocken sind, bevor ihr die Mühle erneut zum Einsatz bringt. Hin und wieder solltet ihr die Metallteile auch mit leichtem Maschinenöl „fetten“ und auch die Holzteile entsprechend pflegen. So habt ihr viele Jahre Freude an eurer Kaffeemühle.

Fazit: Mit der "Comandante C40 MK3 Nitro Blade" hat sich das Unternehmen aus Unterhaching bei München wieder einmal selbst übertroffen und stellt den Vorgänger in allen Belangen in den Schatten. Qualitativ auf allerhöchstem Niveau, so wie man es von einer "High End"-Mühle erwarten 10kann, mit einer hervorragenden Verarbeitung, tollen Mahlergebnissen bis „hinab“ in den Espresso-Bereich dank der sehr gut durchdachten "Klick"-Technologie, einfach zu bedienen und leicht in der Pflege – was will man mehr? Natürlich ist die Kaffee-Handmühle kein preisliches Schnäppchen und jeder muss für sich selbst entscheiden, ob ihm diese technische Meisterleistung rund 230 Euro wert ist. Wer jedoch eine preiswerte Mühle erwirbt, zahlt unter Umständen aufgrund eines schnellen Verschleiß drauf. Hier habt ihr viele Jahre eine exzellente Mühle im Gebrauch, die jeden Cent durch besten Geschmack wieder "einspielt". Besser geht’s nicht!

Die inn-joy Redaktion vergibt 10 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Bernd Braune von "Comandante" für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

D. Stappen

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