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Vorstellung und ausgewählte Sorten im Test: Torks Coffee

TorksViele Kaffeeröster, die heute auf dem Markt sind, haben irgendwann einmal eine Erfahrung gesammelt, die sie dazu bewogen haben, mit dem Rösten von Kaffee anzufangen. Nur wenige entstammen alten Familientraditionen. Einer, der auch eher „beiläufig“ das Handwerk des Rösters für sich entdeckt hat ist Thorsten Mücke, Inhaber der Kaffeerösterei „Torks Coffee“ aus Grömitz. Denn Thorsten Mücke ist eigentlich gelernter Konditor. Da er in den unterschiedlichsten Ländern arbeitete, konnte er auch die Kuchen- und Kaffeekultur der jeweiligen Länder und Nationen kennenlernen. Da er auch einige Jahre bei einer Hamburger Kaffeerösterei tätig war, kann er nun erfahrungstechnisch aus dem Vollen schöpfen. Wir dürfen euch nun die Kaffeerösterei „Torks Coffee“ inklusive einiger zur Verfügung gestellter Kaffee- und Espresso-Sorten vorstellen.

Gutes in der Tasse aus dem Seebad in Schleswig-Holstein

Für diejenigen unter euch, die noch nie etwas von Grömitz gehört haben: Bei der kleinen Gemeinde im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein handelt es sich um eines der ältesten Seebäder Deutschlands. Der Ort hat nicht nur eine sehr schöne Strandpromenade, sondern auch einen großen Jachthafen. Darüber hinaus ist er Sitz und Heimat der Kaffeerösterei „Torks Coffee“ seit nun mehr 21 Jahren. Inhaber Thorsten Mücke arbeitet seit vielen Jahren ausschließlich mit Sortenkaffees. Blends sind im Angebot von „Torks Coffee“ nicht zu finden. Für unseren Test hat uns „Torks Coffee“ die Sorten „Torks Bar Caffe“, „Grömitzer Röstung“, „Espresso House Blend“ und „Äthiopien Sidamo Shakisso farm“.

Die vier Sorten kommen alle in schicker Verpackung in schwarz mit unterschiedlich farbigen Etiketten daher. Auf den Verpackungen finden sich Angaben zum Arabica- und zum Robusta-Anteil, der Name des Kaffees, einer kurzen Profil-Beschreibung, das Abfülldatum, das MHD und die Adresse. Beim „Torks Bar Caffee“ fehlen komplett Angaben zur Aufbereitungsart, Varietäten und zum Herkunftsland bzw. zu den Farmen, von denen die Kaffeesorten stammen. Im Sinne der Transparenz ist das schade. Beim „Espresso House Blend“ sind immerhin die Ursprungsländer Brasilien, Indien und Zambia genannt. Aber auch hier schweigt man sich bezüglich der Farmen, der genauen Anbauregionen, der Aufbereitung und der Varietäten aus. Immerhin weißt ein Siegel darauf hin, dass die Deutsche Röstergilde den Kaffee im vergangenen Jahr beim Verkostungswettbewerb mit der Silbermedaille ausgezeichnet hat. Genauer wird man dann beim Fair Trade Kaffee aus Äthiopien. So erfährt man als Endverbraucher, dass es sich um Kaffee der Sidamo Shakisso Farm handelt. Die Landschaft im Süden des Landes ist sehr abwechslungsreich Torks2und der Kaffee besitzt eine große Bandbreite an komplexen Noten. Was der Begriff „fair trade“ jedoch nicht beinhaltet, sind die Art der Nachhaltigkeit und des „fairen“ Handels. So erfahren wir nichts zur Verfügung gestellt. Über die Unterstützung der Bauern, Bezahlung etc. Direkter Handel wird leider bei keiner Sorte genannt. Da es auch auf der Homepage keine genauen Angaben gibt, bleibt der Begriff vage und ein recht allgemeiner Platzhalter. Das „Spitzenprodukt“ und Star ist zweifelsfrei die „Grömitzer Röstung“, welche sogar im vergangenen Jahr mit der Goldmedaille der Deutschen Röstergilde ausgezeichnet wurde. (Dies gilt auch für den Torks Bar Caffe und den Espresso House Blend) Auch hier spart sich „Torks Coffee“ allerdings nähere Erläuterungen. Interessant ist auch der Preis von 17,50 Euro für ein Kilo Kaffee und 5 Euro für 250g. Immerhin findet sich als „Kaffee des Monats“ den bereits von anderen Röstern bekannten „Orang Utan“-Kaffee, dessen Teilerlös in den Schutz der bedrohten Affen fließt.

Geschmacklich können alle vier Sorten mit sehr tollen Profilen, komplexen Aromen und (im Fall des Kaffees aus Äthiopien) mit einer filigranen Säure und einem echten „Fruit Punch“ überzeugen.

Fazit: Die Kaffees und der Espresso von „Torks Coffee“ schmecken allesamt sehr gut. Die Qualität der Bohnen ist über allen Zweifel erhaben. Wer hier Kaffee kauft, erhält erstklassigen Kaffee, der nicht umsonst von der Deutschen Röstergilde prämiert wurde. Die gerade heutzutage – nicht zuletzt im Zuge der „Third Wave Coffee“-Bewegung immer wichtiger werdenden Themen „Nachhaltigkeit“ und „Fairness“ werden in den Erläuterungen so gut wie ausgespart. Daher sollte bei der „Transparenz“ nachgebessert werden. Informationen zu Farmen, zu möglichem direkten Handel, teilweise auch zur Aufbereitung des Kaffees, sind größtenteils nicht vorhanden.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 Punkten.

Zusammensetzung der Gesamtbewertung:

Qualität: 9 von 10 Punkten

8Fairness und Nachhaltigkeit: 5 von 10 Punkten

Geschmack: 9 von 10 Punkten

Transparenz: 6 von 10 Punkten

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Thorsten Mücke von der Rösterei „Törks Coffee“ Grömitz für die zur Verfügung gestellten Testexemplare.

D. Stappen

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