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Äthiopien Reko Koba "Kochere" natural im Geschmackstest

RekoKobaDas Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Doch bevor es soweit ist, haben wir noch einen Tipp für den Januar: Einen besonders leckeren Filterkaffee aus dem Bezirk Kochere von der Reko Koba-Mühle am Fuß des Reko Berges in Ägypten. Wir haben diesen Filterkaffee von unserem Partner, der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei für einen Test zur Verfügung gestellt bekommen und berichten euch im Folgenden, wie unser Eindruck vom Reko Koba „Kochere“ in der Varietät „mixed Heirloom“ (Aufbereitung: natural) ist.

Das Gold Äthiopiens

Äthiopien wird nicht nur als „die Wiege der Menschheit“ bezeichnet, sondern oft auch als Wiege des Kaffees. Das ganze Jahr über scheint hier die Sonne und die klimatischen Bedingungen für den Kaffeeanbau sind ideal. Der getrocknete Kaffee stammt oftmals aus den Bergregionen östlich der Landeshauptstadt Addis Abeba, der gewaschene Kaffee stammt aus dem Hochland südlich und westlich von Adis Abeba. Die Kaffees sind geschmacklich häufig sehr „obstig“ und bestechen durch komplexe Aromen. Klar, dass Äthiopien zu den größten Kaffee-Exporteuren weltweit gehört und Kaffee mit zu den wichtigsten Exportgütern des Landes. Aber auch im Leben der Menschen spielen Kaffee und Kaffee trinken eine große Rolle. So kennt man in nahezu jedem Dorf den von den Italienern im Zweiten Weltkrieg (Äthiopien stand damals unter italienischer Besatzung) mitgebrachten Cappuccino.

Einer der für den Kaffeeanbau und die Aufbereitung wichtigsten und bekanntesten Regionen ist der Bezirk Kochere. Am Fuß des „Reko“-Berges steht die Reko Koba-Mühle (bzw. Waschstation), in welcher der geerntete Kaffee verarbeitet wird. In einer Höhe von rund 520 Metern steht die Mühle und wird von fast 100 Mitarbeitern unterhalten. Der Anbau selbst findet in etwa 1950 Metern statt. In aufwendigen Verfahren werden die Kaffeekirschen aufbereitet, um dann weiter verkauft zu werden. Das ganze Verfahren wird permanent überwacht und optimiert. Dank der mehr als 20jährigen Erfahrung von Betriebsleiter Eyasu Bekele ist garantiert, dass hier nur beste Qualität verarbeitet und verkauft wird.

Der Filterkaffee Reko Koba „Kochere“ im Geschmackstest

Der uns freundlicherweise zur Verfügung gestellte Kaffee liegt als „mixed Heirloom“ in der Aufbereitung „natural“ vor. Die Kaffeekirschen werden bei der „natürlichen“ Aufbereitung gereinigt, zwei bis drei Wochen in der Sonne getrocknet und während der Trocknung ständig gewendet. Das wird so lange fortgesetzt bis sich das Fruchtfleisch mit dem Silberhäutchen und der pergamentartigen Hülle maschinell von der Bohne trennen lässt. Es findet keine Fermentation statt! Im Anschluss werden die Bohnen gereinigt und verlesen.

„Mixed Heirloom“ ist die Varietät. Zur Erläuterung: Der größte Teil des in Äthiopien angebauten Kaffees sind die einheimischen Heirloom-Sorten, die aus der Kreuzung verschiedener Arten und Sorten entstanden sind. Dies hat Kaffee aus Äthiopien zu einem der einzigartigsten und begehrtesten aus der ganzen Welt gemacht. Je nach Kaffeeprozess kann der äthiopische Kaffee Verkostungsqualitäten haben, die Blumen, tropische Früchte, süße Zitrusfrüchte, Schokolade und viele Beeren umfassen. In diesem Fall sind es Hagebutte, Erdbeere, Orange, Stachelbeere, Mango und Honig. Der Kaffee besitzt einen mittelkräftigen Körper.

Für unseren Test haben wir den Kaffee im Handfilter gebrüht. Im Onlineshop der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei erhaltet ihr den Kaffee natürlich nicht nur ungemahlen, sondern auch für verschiedene Zubereitungsarten wie Kaffeemaschine, Karlsbader Kanne, Aeropress und Handfilter. Verkauft wird der Kaffee in Einheiten zu je 250g.

Bei der Zubereitung haben wir den Kaffee zunächst in der Handmühle gemahlen. Dann haben wir ihn im Hario V60-Handfilter aufgebrüht (30g Kaffee für 500g Wasser und einer Extraktionszeit von 3 ½ Minuten).

Bereits das Öffnen der Verpackung macht Laune. In der Nase machen sich erste Obstaromen breit. Aber auch eine schokoladige Note schwingt mit. Dadurch, dass der Kaffee im Fruchtfleisch, also „natural“, getrocknet wurde, gehen die Aromen komplett in die Bohne. Während des Brühvorgangs verstärken sich die fruchtigen Aromen. Geschmacklich besticht der Kaffee mit einer wahren Aromaexplosion, die fruchtigen Noten werden noch dominanter (vor allem Stachelbeere und Mango), ohne, dass jedoch gewisse Aromen zu stark in den Vordergrund treten. Aber auch florale Noten sind zu erkennen. Der lange Abgang überrascht. Insgesamt ein wirklich toller und feiner Kaffee.

Fazit: Man sucht bei der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei ja schon nach „schwachen“ Kaffees. Aber auch hier kommt man als testender Redakteur nicht umher, den Kaffee in höchsten Tönen zu loben. Denn natürlich liegt es nicht nur am erstklassigen Kaffee, den Mario Felix Liebold in seine Rösterei geliefert bekommt, sondern auch am hervorragenden Röstprofil, welches er dieser Sorte verleiht. Im Handfilter aufgebrüht ist der Reko 10Koba „Kochere“ ein Traum, der durch eine unglaubliche Aromavielfalt besticht und dessen Aromen dennoch nicht erschlagen. Kurz und knapp: Kaufen!

Die inn-joy Redaktion vergibt 10 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei für das zur Verfügung gestellte Testmuster.

 

U. Sperling

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