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Cafflano Klassik : All-in-one-Kaffeebereiter im Test

CafflanoHabt ihr schon mal etwas vom „Cafflano“ gehört? Falls ja, dann seid ihr vielleicht eingeschworene Fans oder Experten. Falls nein, dann geht es euch so wie uns in der Redaktion. Auch wir wurden ziemlich überrascht, als wir vor einigen Wochen ein Video der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei sahen. Dort stellte Mario Felix Liebold, CEO der Rösterei mit Sitz am Tegernsee, gemeinsam mit Ingmar Schmidt in seiner „CoffeeTube“-Reihe eben dieses Produkt vor. Was genau sich hinter dem unscheinbaren Namen sensationelles für uns Kaffeefans verbirgt, und warum wir in der Redaktion absolut begeistert von dem „Cafflano Klassik“ sind, erfahrt ihr im Folgenden.

Wer hat’s erfunden?

Wenn man sich bei einem Kaffeebereiter fragt, wo er wohl erfunden wurde, taucht zwischen den Traditionsländern wie Italien, Österreich oder anderen europäischen Ländern hin und wieder mal Asien auf. So beim „Hario“-Handfilter, der ja bekanntlich aus Japan stammt, und auch der „Cafflano“ kommt aus Asien, genauer gesagt, aus Südkorea. Dort wurde er von Hansang Yoon (der übrigens weder gelernter Barista noch Experte in Sachen Kaffeemaschinen-Produktion ist) entwickelt. Dem guten Mann verdanken wir also diesen spannenden „All-in-one“-Kaffeebereiter, den wir für unseren Test von unserem Partner, der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei, zugeschickt bekommen haben.

Warum nicht alles in einem?

So oder ähnlich muss wohl der Satz gelautet haben, den sich der Erfinder des „Cafflano Klassik“ vor der Entwicklung des Gerätes gesagt hat. Denn wer kennt das nicht: Man ist unterwegs und möchte gerne einen frischen, guten und schnell zubereiteten Kaffee genießen – und an der Raststätte gibt es wieder mal nur die bekannte „Plörre mit Farbe“. Immer einen Mokkamaster, einen Handfilter oder sonst was mit sich rumschleppen, ist da auch nicht besonders hilfreich. Was also tun? Wie wäre es, so vielleicht der Erfinder, wenn ich alle Dinge, die ich zur Zubereitung eines Kaffees benötige, in einer kleinen Apparatur unterbringe? Doch wie will man eine einigermaßen vernünftige Mühle, einen Filter und einen Becher oder eine Tasse sowie eine Kanne zum Aufgießen des Wassers auf Kleinformat schrumpfen, um diese überall hin mitzunehmen? Viele Überlegungen, Prototypen und neue Versuche später steht des Rätsels Lösung im Handel: Der „Cafflano Klassik“. Das Produkt, welches in verschiedenen Farben erhältlich ist, vereint tatsächlich alles, was ihr für einen „schnellen Kaffee“ zwischendurch benötigt (natürlich mit Ausnahme der Bohnen und des heißen Wassers). Im Behälter, der ein wenig an eine Thermoskanne erinnert, befinden sich eine Kaffeemühle mit einklappbarer Kurbel und Keramikmahlwerk, ein Permanentfilter und eine Tasse. Die einzelnen Komponenten überzeugen durch ihre gute Qualität, ihre saubere Verarbeitung, sowie die Tatsache, dass sie alle auseinandergeschraubt und einzeln gereinigt werden können.

Um den „Cafflano“ überall hin mitnehmen zu können, verfügt er über eine sehr kompakte Bauweise und kann dank gerade einmal knapp 20cm Höhe und nicht einmal 500g Gewicht bequem in jedem Gepäck verstaut werden. Sehr gut durchdacht!

Cafflano3Der „Cafflano Klassik“ im Praxistest

Nach dem Motto „Grau ist alle Theorie“ wollen wir nun natürlich verraten, wie das System in der Praxis funktioniert und ob der Kaffee sich mit dem „Cafflano“ auch so gut zubereiten lässt, wie es die Theorie verspricht.

Für unseren Test haben wir zwei Kaffeesorten der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei genommen. Zum einen unseren „Redaktionsliebling“, den „Espresso Superiore“ und den Filterkaffee „Finca Limoncillo“. Nun mag der geneigte Kritiker einwerfen, dass man beide nicht in einem solchen Zubereiter zubereiten kann – geschenkt! Wer unterwegs seinen Lieblingskaffee trinken will, der soll das auch tun. Also auf in die Zubereitung...

Der sich den Wolf mahlt

Für die Zubereitung einer Portion Kaffee nehmen wir rund 16-18g Bohnenkaffee, die wir natürlich vorher abgewogen haben (für unterwegs: nehmt einfach eine Hand voll oder wiegt - wenn möglich - irgendwo ab). Dank der Skala am Rand der kleinen Mühle (dessen Mahlwerk der Hario Skelton entspricht) könnt ihr das auch ganz gut optisch feststellen. Im Anschluss wird einfach die Mühle aufgesetzt und per Hand gemahlen. Das ist schon ein wenig „Oldschool“, macht aber tierisch viel Spaß, da man ja weiß, wofür es sich lohnt. Das Kaffeemehl fällt während des Mahlvorgangs dann direkt in den Filter. Um den Mahlgrad zu variieren dreht ihr einfach das System in verschiedene Positionen. Klar werden auch hier Puristen erneut die Nase rümpfen, dass das Mahlbild nicht so homogen ausschaut. Aber hey: Dafür ist es für unterwegs super! Also: Klappe halten und weiterlesen!

Mach mich nass!

Kommen wir zum zweiten Schritt: dem Aufbrühen. Wir nehmen hierzu den „Pour-Over“ Deckel und geben das Wasser langsam über Kaffeemehl. Da der Deckel an der Seite ein Loch hat, könnt ihr das Wasser gleichmäßig über das Kaffeemehl geben. In den Becher passen 270ml Wasser, was man anhand eines Strichs gut erkennt. Die Extraktionszeit sollte so in etwa bei 3,5 bis 4min.liegen Wenn ihr es ganz richtig machen wollt, dann lasst ihr sowieso euren Kaffee immer ein wenig abkühlen, da er dann erst seine ganze Aromenpalette entfaltet. Wer übrigens kein Fan von Metallfiltern ist, kann es so wie Mario machen und einfach einen kleinen Filter nutzen, da durch das Filterpapier die Öle dort bleiben, wo sie hingehören. 

Ladies and Gentlemen: Trommelwirbel! – der Geschmack

Kommen wir also nun zur absoluten Masterfrage, bei der sich Günther Jauch am Stuhl festkrallt und Dieter Thomas Heck früher seine „Pyramide“-Kandidaten immer in die bekannten S/M-Handschellen stecken musste: Wie isset? Bei uns im Revier sagt man: „Töfte!“ Für jeden außerhalb von Bochum, Oberhausen, Recklinghausen und Co = geil! Geschmacklich wirkt der Kaffee filigran, die Aromen kommen toll zum Vorschein (Natürlich nur mit qualitativ hochwertigen Bohnen! Ansonsten wären wir gleich wieder bei der „Plörre mit Farbe“) und für „2 go“ ist es echt eine tolle Maschine. Die kleineren Kritikpunkte, wie das etwas ungleichmäßige Mahlen der Bohnen, kann man da schon verschmerzen, wenn man dafür 9überall und an jedem Ort SEINEN Kaffee genießen kann. Wer also knapp 100 Euro übrig hat (oder nicht weiß, was er sich sonst von Tante Luises Weihnachtsgeld kaufen soll), der greift zu. Und damit Schluss – ich muss wieder meinen Kaffee mahlen! Eine Tasse ist mir echt zu wenig...Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen des Artikels ebenso viel Spaß, wie ich beim Schreiben.

Solltet ihr nun (was doch zu hoffen ist) Lust auf den Cafflano Klassik haben, könnt ihr ihn gleich hier (inklusive genialem Kaffee und weiterem Zubehör) bestellen. 

Die inn-joy Redaktion vergibt 9 von 10 Punkten. Die Note setzt sich natürlich aus den einzelnen Testkomponenten sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis zusammen.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei der Ersten Tegernseer Kaffeerösterei für das zur Verfügung gestellte Testexemplar.

L. Zimmermann

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