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Neu bei Gourmesso: 3 High Intensity Kapselkaffee-Sorten im Test

EuleVor einiger Zeit haben wir euch die Kaffeekapseln des Berliner Unternehmens „Gourmesso“ vorgestellt. Die Kapseln konnten in unserem Test durchweg mit einem herausragenden Geschmack überzeugen. Darüber hinaus lobten wir, dass die Kapseln von Gourmesso 35% preiswerter sind, als die Kapseln des Marktführers Nespresso®, Fairtrade zertifizert in den Handel kommen und für den Kompost geeignet sind. Was wir uns damals wünschten, waren noch stärkere Sorten. Diesen Wunsch hat der Hersteller mittlerweile erhört und bietet euch ab sofort drei neue Sorten im „High Intensity“-Bereich. Wir haben die „Nite-Edition“ für euch getestet.

Hallo wach!-Kaffee gegen den Winter-Blues

Um heutzutage sich gegen die vielen am Markt befindlichen Kaffeekapseln-Hersteller durchsetzen und von diesen absetzen zu können, bedarf es nicht nur eines guten Produktes, sondern auch einem intelligenten Marketing und einem klingenden Produktnamen. Daher wundert es nicht, dass Gourmesso seinen drei neuen Sorten aus dem „High Intensity-Kaffee“ Segment exotische Namen verliehen hat. Denn wie käme man sonst auf „Midnight Owl“, „Mitnight Lemur“ und „Midnight Monkey“. Vielleicht sind die Tiere angelehnt an die „Nachteulen“ und die Tatsache, dass man nach dem Genuss aufgedreht wie ein Affe und fit wie ein Lemur sein kann. Man weiß es nicht. Jedenfalls erregt das Unternehmen mit dieser Namenswahl für seine neuen Sorten Aufmerksamkeit, Neugier und Interesse. Ziel erreicht! Selbiges gilt auch für die ansprechende Gestaltung der Verpackungen. Die drei neuen Sorten kommen in einer Pappschachtel lose unterverpackt (10 Kapseln je Packungseinheit) daher. Somit spart sich Gourmesso die Umverpackung der einzelnen Kapseln. Da diese vakuumversiegelt sind, gehen keine Aromen verloren. Auf der Verpackung sind das jeweils namensgebende Tier (Lemur, Affe und Eule) zu sehen, die Kapsel selbst, Mond und Wolken, der Schriftzug der neuen Edition und eine Angabe zur jeweiligen Kapselstärke. Außerdem befinden sich auf der Verpackung Angaben zu den Inhaltsstoffen, eine Übersicht der gesamten Kapselpalette von Gourmesso, eine Karte, welche die Ursprungsländer des Kaffees, der in der jeweiligen Kapsel verwendet wird, anzeigt und – last but not least – Angaben zu Röstung, Körper des Kaffees und seinem Aroma-Profil.

Doch natürlich nützen die ganzen interessant klingenden Namen und Angaben rein gar nichts, wenn der Kaffee nicht schmeckt. Hier können wir allerdings vorab schon einmal Entwarnung geben! Auch die drei Sorten der Gourmesso „Nite-Edition“ mit den Stärken 10-12, können allesamt überzeugen. Dafür sorgen erlesene Blends aus ausgewählten Rohkaffees, welche aus einer Mischung von Arabica und Zugabe von Robusta bestechen. Die dunkel gerösteten Sorten sind dennoch allesamt ohne allzu starke Röstaromen komponiert worden.

MonkeyDie „Nite-Edition“ im Geschmackstest

Late Nite Lemur (12) – der Stärkste. Unsere erste Erfahrung mit den neuen Sorten von Gourmesso machten wir mit dem Lemuren. Angekündigt wird er in der Pressemitteilung wie folgt: „Die Mischung aus Arabica- und Robusta-Bohnen geben dem Kaffee einen ausbalancierten Geschmack und einen vollmundigen Körper. Das Besondere am Late Nite Lemur ist seine Zitrusnote und seine leichte Schärfe. Der Late Nite Lemur überrascht mit einer würzigen Ingwer-Note, welche durch eine Zitrusnote abgerundet wird. Die dunkle Röstung verleiht einen ausgewogenen Geschmack. Durch die Zugabe von Robusta-Bohnen gewinnt der Kaffee zusätzlich an Struktur und schafft so einen vollmundigen Espresso. Die Arabics stammen aus Kolumbien und Brasilien. Die kolumbianischen Hochlandbohnen werden gewaschen und haben eine besonders hohe Qualität. Die brasilianischen Santo-Bohnen geben dem Late Nite Lemur seine feine Säure und einen ausgewogenen Geschmack.“

Geschmacklich kann diese Sorte voll und ganz überzeugen. Obwohl er mit der höchsten Stärke angegeben wird, weißt er nur geringe Röstaromen auf, schmeckt nur ein wenig bitter und ist sehr vollmundig. Auf der Zunge bleibt er angenehm lange stehen und im Abgang hallt er eine gewisse Zeit nach. Die Zitrusnote lässt sich vielleicht ein wenig auf der Zunge erkennen, in der Nase liegt sie jedoch nicht vor. Es ist auch schwierig, hier einzelne Aromen herauszufiltern. Wenn, dann würde ich Aromen von dunkler Schokolade benennen. Der Kaffee schmeckt besonders als Ristretto und Espresso, kann – für die eher „zartbesaiteten“ Kaffeefans jedoch auch als Milchkaffee getrunken werden. Als Lungo verliert er natürlich ein wenig an Kraft. Der „Late Nite Lemur“ ist zu einem Preis von 2,59 € im Webshop von Gourmesso erhältlich.

Midnite Monkey (11) – der Fruchtige. Die Nummer zwei in unserem Test ist der „Midnite Monkey“. Hierbei handelt es sich um einen vollmundigen Arabica-Kaffee (100%), der mit „raffinierten frischen Zitronen- und Pfirsich-Aromen“ sowie einem „ausgewogenen Charakter und eine angenehme Säure“ beschrieben wird. Auch hier muss ich wiederum der Beschreibung der Entwickler widersprechen. Wie gesagt: Das sind alles individuelle und persönliche Eindrücke. Ich jedoch konnte beim Testen (wie auch zwei meiner Kollegen) keine fruchtige Note herausschmecken. Vielmehr notierte ich mir bei der Verkostung „malzige Anklänge“ und „dunkle Schokolade“ mit einem „Hauch von Zartbitter“. Geschmacklich eine durchaus runde und wirklich sehr leckere Kombination. Wenn man diese Sorte ein wenig abkühlen lässt, entfaltet er seine vollen Aromen. Der „Monkey“ bleibt nicht so lange auf der Zunge stehen, wie der „Lemur“, verfügt aber auch über eine feinere Aromenstruktur. Wir haben ihn auch als Cappuccino probiert, was der Sorte sehr gut „steht“. Ebenfalls ein schmackhaftes Genusserlebnis mit Bohnen aus Brasilien und Kolumbien. Diese Sorte ist ebenfalls für 2,59 € im Webshop von Gourmesso zu erwerben.

Nite Owl (10) – der Schokoladige. Schließlich ist da noch der dritte Testkandidat im Bunde, die „Nachteule“. Als alter Schokoladennascher war ich natürlich hierauf besonders gespannt. Der Kaffee ist von den drei neuen Sorten der Schwächste, schmeckt aber dennoch intensiv genug, um zu gefallen und alles andere als wässrig (aus Sicht einer „Nachteule“). Er kann sowohl als Ristretto, als auch als Espresso voll und ganz überzeugen. Die Schokoladennote ist leicht im Abgang herauszuschmecken, dominiert aber nicht so intensiv, dass sie unangenehm heraussticht. Die Mischung südamerikanischer Arabica-Bohnen und ostafrikanischer Robusta-Bohnen überzeugt mich auf ganzer Linie. Auch diese Sorte ist zu einem Preis von 2,59 € im Webshop von Gourmesso erhältlich.

Fazit: Die drei neuen „High Intensity“-Sorten von Gourmesso können rundum überzeugen und müssen sich geschmacklich nicht hinter dem Mitbewerber mit dem großen „N“ verstecken. Preislich sowieso nicht, da der ehemalige „Platzhirsch“ bekanntlich zu immer schwindelerregenderen Höhenflügen ansetzt, bei denen man sich als Käufer nur noch fragen kann, ob hier nicht doch größtenteils der Name mit finanziert wird. Dass es auch besser geht (und gleichzeitig auch umweltfreundlicher!) 10beweist Gourmesso erneut auf eindrucksvolle Weise. Daher können wir euch die drei „Neuzugänge“ ohne Einschränkung empfehlen. Denn mit den drei Kapselkaffee-Sorten werdet ihr auch ein „Gourmesso“.

Die inn-joy Redaktion vergibt für Geschmack, Preis-Leistungs-Verhältnis und Umweltaspekt ingesamt 10 von 10 Punkten.

Die inn-joy Redaktion bedankt sich bei Gourmesso für die zur Verfügung gestellten Testmuster.

U. Sperling

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