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Heathen Foray - The Passage | 24.04.2009
Die Geschichte von „Heathen Foray“ [dt. „Der Überfall der Heiden“] beginnt im Herbst 2005 in der Steiermark (Österreich). Nach dem Zusammenbruch ihrer alten Band, beschlossen Gitarrist Jürgen Brüder und Daniel Koinegg ein neues Projekt auf die Beine zu stellen.

Ein Drummer stellte sich um den Jahreswechsel ins Jahr 2006 ein. C. Michael Hofbauer brachte sehr viel Erfahrung und Know-how mit und entschied sich schon sehr bald dazu bei dem Projekt die Drums zu übernehmen.

Nach langer Suche nach einem Proberaum wurde man dann aber bei Markus Engert fündig. Markus stellte seinen privaten Proberaum zur Verfügung und übernahm auch gleich den Bass. Somit war von nun an auch ein Heim für die Band in Graz gefunden!

Im Mai 2006 wurde es dann still um Daniel. Er beschloss aus persönlichen Gründen das Projekt zu verlassen. Schon bald konnte ein mehr als würdiger Ersatz für ihn gefunden werden. Der noch relativ junge Gitarrist Safet Pehlic übernahm den freien Posten.

Kurz danach stellte sich auch ein neuer Mann am Mic ein. Robert Schroll brachte von nun an seinen speziellen Charakter in die Band mit ein und übernahm die Vocals.

Nur wenige Wochen danach konnte Heathen Foray bereits eine komplett fertige Setlist vorweisen und begann mit der Suche nach Auftrittsmöglichkeiten. Schon bald spielte die Heidenhorde ihren ersten Auftritt in Deutschlandsberg. Ein großer Erfolg für die Band!

Bald entschloss sich die jungs sich ins Studio zu begeben um mit den ersten Demoaufnahmen zu beginnen. Allerdings mussten die Aufnahmen bald unterbrochen werden da sich Safet entschloss von nun an einen anderen musikalischen Weg einzuschlagen und verließ Heathen Foray.

Die Band begann sofort mit der Suche nach einen neuen Gitarristen und wurde schon bald fündig. Bernd Zahn füllte die großen Fußstapfen die Safet hinterließ bestens aus und eignete sich die Songs in Rekordtempo an.

Nachdem die Band auch bei 2 Bandwettbewerben antrat, und mit einem ersten und einen zweiten Platz bei den Publikumsstimmen nach Hause kam, wurde wieder das Studio aufgesucht. Dieser Aufenthalt wurde aber öfter wieder für Konzerte unterbrochen. Mitte August 2007 erschien dann das erste Demo „Forest“.

Das Jahr 2008 begann für die Band mit einem Wechsel am Bass. Markus Wildinger sprang am Bass kurzfristig ein und ermöglichte es so der Band beim Paganfest 2008 als Vorband für Ensiferum, Moonsorrow, Korpiklaani, Tyr und Eluveitie zu spielen. Noch am selben Tag wurde Markus in die Band als festes Mitglied aufgenommen.

Im Frühling 2008 begab sich die Band wieder ins Studio um einen Nachfolger für Forest einzuspielen. Dieses Album sollte zu einem Plattenvertrag mit dem deutschen Label „Black Bards Entertainment“ führen.

„The Passage“ wird mit seinen zehn Songs nicht nur die Pagan- und Viking-Szene kräftig aufmischen, sondern auch durch die Einflüsse aus allen Metal-Genres- seien es die farbigen Riffwechsel, brennenden Soli, oder die tollen Melodien- Metalheads aller Stilrichtungen begeistern.

Heathen Foray sind wohl derzeit die bekannteste österreichische Pagan-Metal-Band. Wer allerdings hier auf Flötenklänge und Keyboardsounds hofft liegt falsch! Diese Band besinnt sich zurück auf melodische Gitarrenmelodien und schnelle Soli und will so mit ihrem ersten Album „The Passage“ die Szene kräftig aufmischen.

Kritik: Mit „The Passage“ haben die Mannen der Pagan-Metal-Band Heathen Foray nun ihr Debütalbum vorgelegt. Bereits der Opener, Fading Tree, zeigt, wohin die Reise für die noch junge Band führt. Lautstarke donnergrollende Vocals werden von hämmernden Gitarrenriffs getragen. Hier kommt bereits die starke Stimme von Sänger Robert Schroll gut zur Geltung.

Die Reise auf dem Album wird geleitet vom Northstar, dem zweiten Track des Albums. Auch dieser Titel besticht durch die dunkel-grollende Stimme des Sängers. Insgesamt ist der Song melodiöser und ein wenig ruhiger als der Opener.

Richtig aufs Tempo drücken Heathen Foray im dritten Track, Winterking. Als Grundlage der Lyrics dient die Geschichte einer alten Saga, die die Band hier verarbeitet.

Vielschichtig ist Titel Nummer vier, Fortress of Faith. Hier beschreiben Heathen Foray eine epische Schlacht und erzählen sie aus unterschiedlichen Perspektiven. Der Track überzeugt durch seine unglaublichen Gitarrenriffs, die mit zum besten des gesamten Albums gehören.

Das Highlight des Debüt-Albums bietet Chants. Nach einem ruhigen Intro nimmt das Stück ordentlich Fahrt auf und überzeugt durch seine starke Melodie und den eingängigen Refrain. Hier zelebrieren Heathen Foray Pagan-Metal vom allerfeinsten. Kompliment, die Herren!

Ein Titel mit Ohrwurmgarantie (wenn man das überhaupt bei einer Pagan-Metal-Band sagen kann) ist Dragon’s Eye. Der Titel wird vor allem durch ein langes Gitarrensolo dominiert, was von der enormen Spielkraft der Gitarristen zeugt.

Besonders herausstreichen möchte ich an dieser Stelle noch den Titel Wolkenbruch, den einzigen deutschen Song auf dem Album „The Passage“. Der Song bricht mit traditionellen Pagan-Metal Elementen und geht neue Wege. Ein Hinweis, was bei Heathen Foray uns künftig erwarten wird.

Wenn Heathen Foray auch in Zukunft so facettenreich bleibt und sich weiter entwickelt, dürften die Österreicher mit Sicherheit zu den Großen der Szene aufsteigen. Das Potential hierzu haben sie in jedem Fall.

Mehr von Heathen Foray findet ihr hier.

Die inn-joy Redaktion vergibt 8 von 10 inn-joy-Punkten.

M. Heiland